Yin und Yang
oder die vollkommene Dialektik
© 2009 Dirk Schindelbeck
Wir sind nicht, was wir sind - es sei denn eins.
Schau wie in alten Kirchenfensterbögen
Fischblasen träumend liegen, so als flögen
sie fort aus der Rosette ihres Steins…
Mysterium und Rätsel allen Seins?
Noch meinst du, du gehst ganz auf eignen Wegen -
und kommst als Silhouette dir entgegen,
und alles deins verkehrt sich flugs in meins.
Ich wieder bin dein andres Ich - wie du.
Wie soll ich Dir’s geschickt erklären? Warte:
Wählst du das Weiche, bin ich schon das Harte.
Schau diesen Stock an - dieses End heißt Yin,
das andre Yang. Du hörst schon nicht mehr zu
und spürst nur, das ich nicht bin, was ich bin.