Technische Sonette
Ein innovatives Form-Projekt
© 2009 Dirk Schindelbeck
“Technische Sonette” hat es so bislang noch nicht gegeben. Hierbei werden die inneren Verhältnisse des Formkörpers erstmals genutzt, um Prozesse der technischen Zivilisation darzustellen. Das Sonett als das ergebnisorientierte Gedicht eignet sich nämlich in besonderer Weise dazu, wiederkehrende normierte Abläufe unseres Lebensalltags zur Anschauung zu bringen, wobei Brutalität und Ausweglosigkeit des uns überall umgebenden technisch-ökonomischen Kalküls immer wieder zur Selbstentlarvung kommen. “Poesie” im überlieferten Verständnis im Sinne einer Einheit von “wahr”, “gut” und “schön” wird man hier allerdings nicht erwarten dürfen - dafür hingegen ein aufschließendes Erkennen, wohin die vermeintlich so abgewirtschaftete alte Form heute noch oder gerade heute reicht.
Übersicht
Die Maschine - ein Sonettkranz
Teufelsmaschine Sonett
Herd und Kessel
Morgenzeitung
Die Parabel von den Stachelschweinen
jungbullenfleisch
Stahlharter Bolzen
Lob des Thermostaten
Aufzug-Klaustrophobie
Stillleben mit Rasensprenger
Heusinger-Steuerung
Turnerin am Stufenbarren
surfen, grenzenlos
Finger auf Reisen
Baugrube
“Nur Hubraum”
Das Fliegenpapier
Rheinbrücke bei Neuwied
_zylinder_kopf_dichtung_
Tetra Pak
Rasterfahndung