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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Knollenblätter- und andere Pilze

Knollenblätter- und andere Pilze

© 1980 Dirk Schindelbeck

Immer nur Blumen, nichts andres? - Ich find euch Poeten ermüdend,
Spät im Jahr auf dem Feld sucht ihr noch Wicken und Klee.
Herbst ist es, Herbst! Ihr solltest längst in geglätteter Mappe
Eure Blüten gepresst, zierlich zu Versen geschnitzt,
Halten! Habt ihr’s versäumt, nicht säumen werd ich zu spotten,
Wenn euch die Liebste im Ernst, wenn sie im Scherze euch rügt:
„Das Verstaubte, nicht doch! Der Frühling ist lange vorüber,
Und dein Album, es hat platt seine Blüten gedrückt.
Hast Du nichts Junges für mich, mein Bester, genährt und gezogen,
Sorgtest Du niemals auf jetzt, da Dir ermangelt das Grün?
Wieder und wieder soll ich das Alte lesen? Es passt nicht
In die verfrorene Zeit, die uns schon täglich umgibt.
Sieh, es beherrschen die Nebel die Welt, unwirtliche Winde
Malen, Du siehst es bald, Eisblumen morgens ans Glas.
Hast du kein neues Gedichtheft Deiner Liebsten zu reichen,
Gut, so seh ich mich um: gibt’s doch Poeten genug!”
Also spräche das Mädchen… „Nun denn, mein Herzblatt, frisch auf denn!
Welcher Monat ist heut? Später September, nicht wahr?” -
„Auf das staubige Feld, wo deine Kumpane verkehren,
Und im zertretenen Stroh stochern nach trockenem Mohn,
Dorthin ziehst du mich nicht. Das ist mir zu karg und zu traurig,
Lieber bleibe ich hier, richte mich ein am Kamin.” -
„Komm nur, mein gutes Kind! Nicht gehn wir aufs Feld, doch wir steigen
Über den Bromberg hinweg bis in den Bannwald hinauf,
Suchen ein abgeschiedenes Plätzchen mit Altlaub, das moosig,
Ja, schon fast sumpfig ist und wo der Farn sich ernährt!” -
„Meinst Du, es ist dort angenehm zu gehen, zu feucht nicht,
Und es lohnt sich der Weg? Sag auch, was finden wir dort?” -
„O, die seltensten Arten, die schönsten Gestalten von Pflanzen,
Und kein Mangel wird sein weder an Wild noch Getier.
Und es lohnt sich bestimmt, denn außer dem schönen Erlebnis
Nehmen wir gerne noch mit, was wir gesammelt im Korb!” -
„Und das willst Du bedichten? Mir schaudert es schon, und ich ahn’ es:
Pilze sind’s, die Du suchst, stinkende Morcheln, voll Schleim.
So also willst Du mich zeichnen, von oben bis unten garnieren,
Und in tückisches Gift tauchen mein Bild, mein Gefühl!” -
„Warum nicht? So oft in Träumen fand ich mich suchen
Nach dem Weib, das sich riss wieder und wieder von mir.
Doch es ließ mich nicht kalt, durch Wälder und Wiesen, Gestrüppe
Ging die verwegene Jagd. Herbst war’s, die Bäume schon gelb.
Endlich holt ich sie ein, ich hastete sie zu ergreifen,
Stolperte greifend und fiel, schlug mir an Wurzeln die Stirn.
Später, als ich erwache, wie seltsam! Die Hände voll Pilze!
Seitdem verwundert’s mich nicht, sprech ich vom Weib als vom Pilz.
Tückisch und schön wie diese sind nämlich auch manche von jenen,
Artig sprießen sie nachts still und genügsam für sich,
Und man kümmert sich nicht. Doch plötzlich stehen sie prachtvoll
Morgens im Tau, an Reiz namenlos wie an Gefahr.
Einst, ich erinnre mich gut, da kannt ich ein Weib, und ich hatte
Bald nur den Namen für sie: knolliger, blättriger Pilz.
Dieses aber ist selten. Die guten Pilze sind häufig,
Weich und fleischig wie Du sitzen sie freundlich im Moos,
Doch man pflücke sie zeitig, denn allerlei gierige Würmer
Neiden der schönen Gestalt, saugen und fressen sie hohl!
Nicht so der gute Mensch! Er pflückt sie behutsam als Ganzes,
Rührt die Wurzel nicht an, dreht nur die Frucht sich hinweg,
Eilt, den milden Geschmack der runden bräunlichen Schwämme
Vorzukosten, in Öl abends am Herde gegart,
Trennet andern den Stiel vom kräftig deckenden Hute,
Welcher, ledern und fest, süße Lamellen bewahrt.
Und schon sind wir beim innovativen Liede der Pilze:
‚Süße Lamelle!’, so tönt’s, und so gewöhnt sich das Ohr.
Und auch an Dir, mein Geschöpf, da find ich nur ‚süße Lamelle’,
Such noch den herberen Stiel, der mir mein Gleichnis vergilt.

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Dienstag, 26. Mai 2009 12:15
Themengebiet: Liebe et al