schattenspiel
© 1974-1982 Dirk Schindelbeck
sich rührende schatten
im flackernden licht
das schwach durch die matten
verglasungen bricht
die flamme erzittert
ganz leicht nur ganz leicht
kein tritt sie erschüttert
kein hauch sie erreicht
und glatt die konturen
und scharf der kontrast
die schattenfiguren
sind ruhende fast
da bäumt sich die flamme
und dehnt sich so schwül
und duckt sich zusammen
so frierend so kühl
und heere von haaren
durchsprengen den raum
mit flatterfanfaren
an enden und saum
und lagern die glieder
im engeren kreis
die wände sind wieder
so bleiern so weiß
und glatt die konturen
und scharf der kontrast
die schattenfiguren
sind ruhende fast
da reckt sich beschwörend
die flamme und scheu
am docht sich verzehrend
die schatten sind frei
auflodernd ertrinken
nun lippen im haar
im schatten versinken
zwei menschen ein paar
zum Projekt “Poetische Installationen/Lyrik als Skulptur”

