Mailied

© 1976 Dirk Schindelbeck

(Meldodie und Arrangement: Lynn Marcell Collins und Werner Rottler)

Mit seinen grünen Zweigen
und grünem Büschelhut
steht unser Mai im Kleide
wie freche Burschen tun.
Im Laub die feine Quelle
erwacht und rennt zu Tal,
die Butterblumenstelle
belebt sich auf einmal.

Wie schöne grüne Tücher
sind Wiesen ausgespannt,
und weiß- und rote Blüten
verwehen rasch im Land.
Die Fisch’ im Tümpel stehen,
die Frösche quaken stolz,
und aus den Höhlen gehen
die Hasen nun ins Holz.

Jungen und Mädchen holen
sich Rad und Bälle vor.
Vor Schulhausfenstern hocken
Jungspatzen frech im Chor.
Und rasselt hell die Schelle,
der Kaufmann sieht zur Uhr:
Horch, in der Waldkapelle
zog jemand an der Schnur.

Komm, Liebste, lass uns eilen
und pflegen dieser Zeit,
solang die Sonn’ mag weilen,
solang es noch nicht schneit.
Mit grünen Frühlingsbändern
aus lockrem Wiesenhaar,
wenn sich die Zeit muss ändern,
bereifen wir das Jahr.

mai203

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Sonntag, 31. Mai 2009 10:11
Themengebiet: Liebe et al