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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Alte Liebesbriefe, wieder gelesen

Alte Liebesbriefe, wieder gelesen

© 1974-1980 Dirk Schindelbeck

1

„Auf rundem Höcker, grünem Schwarzwaldhügel
sitz ich vereinsamt, doch in schöner Höhe -
talabwärts, rings um mich, soweit ich sehe,
zinnoberrot der Scheunendächer Ziegel.

Und wie ich schaue, wachsen mir fast Flügel
des Geistes, alles fliegt, bis ich mich drehe:
da merk ich endlich, dass ich taumelnd gehe:
Schlussendlich finden meine Sinne Zügel.

So geht’s all denen, die sich gern vergessen
um einer Schönheit, einer Sehnsucht willen:
Zuletzt muss Welt-Verstand die Sinne kühlen.

Doch immer werden Menschen sich vermessen,
die so ihr Liebstes tragen und im Stillen
und in die Ferne sich gebunden fühlen.”

2

„Die volle Woche ist nun hingegangen,
seitdem wir uns den letzten Abschied gaben.
Ich sah dich an, gestand nicht, Furcht zu haben
und hatt sie doch und war darin gefangen.

Die Zeit verging, wie Schatten aber schlangen
die Sorgen sich dir nach. Der Weg, der Graben,
das Wirtshaus, wo du anhältst, dich zu laben:
Das alles macht mich unruhig, lässt mich bangen.

Ich sehe dich erwachen früh am Morgen,
ich seh dich rasten in der Bäume Kühle,
wenn heiß am Mittag dich die Sonne quält.

Hab ich dich eingeholt mit meinen Sorgen?
Nun glaub ich fast, dass ich dich atmen fühle -
Was hab ich nur getan, dass mir nichts fehlt?”

(abgedruckt in: Wir träumen uns. Gedichte über Sehnsucht, Liebe, Heimat und Abschied, Edition L, Hockenheim 2005, S. 26)

3

„Ob du’s errätst, mein kleines Spielchen heute?
Die Briefe all, die du mir lieb geschrieben,
als bunte Reihe vor mir umzuschieben
wie kleine Schicksalskarten, ausgestreute.

Ich denke, wie mich jeder traf und freute
und öffn’ ihn wieder, lese nach Belieben
vergangnes Scherzen, Lachen und Betrüben
und seh den Abschiedstag, als wär er heute.

Da stand sie längst gepackt, die Reisetasche -
die Stunde kam, ich sah mich scheu mich wenden,
war so gelähmt und wollt doch so gern handeln.

Schon griffst du Tasche, Beutel, Wasserflasche -
Ich suchte, einen Gruß dir nachzusenden -
Du fandst sie doch im Mantel - - - Zuckermandeln?”

4

„Nun sitz ich stundenlang schon über Zeilen
und weiß mich nicht zu regeln, nicht zu fassen -
so eifrig! Aber glaube mir, es lassen
die Worte sich nicht öffnen ohne Feilen.

Da packt mich zwanghaft lähmendes Verweilen,
ich breche aus, ich schreibe Seitenmassen;
zum Schluss will ich mein eignes Machwerk hassen
und kann’s nur halb und will es halb noch heilen.

Doch ist’s ein Brief! Nur Mut, dass ich ihn falte
und gleich versiegle und nicht wieder lese
und gleich zur Post ihn gebe, gleich - ich wag es.

Nur, Liebster, frage nicht, was er enthalte:
es ist ja nur mein Alltag - sei nicht böse -
es ist der Spiegel meines guten Tages.”

5

„Zum guten Schluss bist du mir doch geblieben,
obwohl mir schien, da sei heut kein Erweichen,
denn also deutlich setztest du mir Zeichen,
die neue Arbeit dulde kein Verschieben.

Du seist gefragt und offen angeschrieben,
was anderen versagt, auszugleichen.
Mit Kraft und Mut sei an das Ziel zu reichen -
so sagtest du um vier - jetzt ist es sieben.

So sehr ich mich des großen Auftrags freue,
verstehe ich nicht im mindesten dein Denken
und frage: Musst du mich denn nicht verlassen?

„Natürlich, aber glaub nicht, ich zerstreue
mich leicht bei dir und weiß nicht einzulenken:
Ich kann doch hier nur Mut und Kräfte fassen.”

6

„So nimm noch dies und das und jenes kleine,
dies letzte Wort soll mich zu dir geleiten,
und spricht es auch so manche Nichtigkeiten,
die mir entgleiten, die ich so nicht meine -

ich weid mich doch so gerne an dem Scheine,
dir voll und reich zu geben: all die Seiten
geschriebner Neigung gütig auszubreiten,
ich weiß, du tust es, setzt es Dir ins Reine.

Wie schwankt mein banges Selbst dann hin und wider -
das arme Ich, das schmachtet und zugleich ist
so aufgewühlt, so glücklich und zerrissen.

Jetzt zieht’s mich hoch - ich folg - jetzt stößt’s mich nieder,
da graust es mir, wie das so abgrundreich ist
und endet immer gleich: Ich will dich küssen.”

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Montag, 1. Juni 2009 14:09
Themengebiet: Liebe et al