Die Veränderung der Sonettstruktur von der deutschen Lyrik der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart

Die Veränderung der Sonettstruktur von der deutschen Lyrik der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart
(zugleich Diss. Phil), Verlag Peter Lang, Frankfurt/Bern/New York/Paris, 1987, 242 Seiten

Die Veränderung der SonettstrukturOft totgesagt, erlebt das Sonett heute eine Renaissance. Worin liegen die Ursachen hierfür, und welches Formverständnis bewirkt dies? Die tradierten Gattungs-definitionen („festes Reimgedicht“; „dialektische Form”) vermögen darauf längst keine Antwort mehr zu geben. Die vorliegende Arbeit unter­nimmt zum ersten Mal exemplarisch und durchgängig, strukturelle Formbe­dingungen als ‚sonettisch’ zu verstehen und theoretisch herzuleiten, um sie später für die Analyse des einzelnen Gedichts nutzbar zu machen. Den Bewe­gungsabläufen, den lyrischen Syllogismen und der selbstreflexiven Tendenz sonettischer Formkörper wird nachgedacht, wobei sich oft überraschende Leistungen der Formgattung zeigen. Musterinterpretationen verfolgen schließ­lich Wandel, Funktion und Möglichkeiten sonettischen Dichtens im 20. Jahr­hundert vom Expressionismus über Exil, Nachkriegszeit und die 60er Jahre bis in die unmittelbare Gegenwart der jüngsten Lyrik Karl Krolows.

Einzelne Kapitel aus diesem Buch finden Sie hier:

Das Sonett: Theorie und Geschichte (S. 4-21)

Zwischen Metrum und Gattung (S. 22-37)

Das Unbehagen am Sonett (S. 38-66)

Das Sonett bei Paul Boldt (S. 85-92)

Das Sonett bei Rainer Maria Rilke (120-132)

Das Sonett bei Karl Krolow (S. 176-198)

Diskussion der Randzonen (199-221)

Einen bibilderten Aufsatz zu Geschichte und Theorie des Sonett inklusive einer kleinen Schreibwerkstatt finden Sie hier.

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Donnerstag, 25. Juni 2009 15:33
Themengebiet: Deutsche Literatur