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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Der König als Glücksritter

Der König als Glücksritter

(Ballade nach einer alten Geschichte)

© 1996 Dirk Schindelbeck

„Ich habe viel Schätze und Edelgestein,
voll Gold sind die Truhen zum Rande;
die Städte, die Festen und Schlösser sind mein
und die herrlichsten Gärten im Lande.
Die Plätze und Straßen sind sorgsam gepflegt,
in den Feldern sind reinliche Gräben verlegt,
dass jeglicher Strauch seine Beeren auch trägt:
es ist alles in gutem Bestande.

Auch mangelt es nicht an Kräften im Staat,
viel Männer aus ersten Geschlechten
dienen redlich durch Eifer und Tat
der inneren Ordnung, den Rechten.
Und wollt ihr wissen, wer Herr ist im Reich,
so wandert darin und erfahret sogleich:
Das Volk lebt für mich, und so sage ich Euch:
Man bringt mir das Gold aus den Schächten.

Im Reiche selbst bedrückt mich auch nichts,
auch fühl ich mich niemals gemieden:
weder an tüchtigen Freunden gebrichts -
zwar wenige sind mir beschieden,
aber verlässlich, und das ist es wert!
Nun hat sich die Frau, die ich lange begehrt,
auch nicht meinem offenen Antrag verwehrt,
doch bin ich nicht froh, nicht zufrieden!

Was soll ich erreichen, was soll ich noch tun?
Es scheint mir alles so wenig.
Die Geschäfte laufen, ich selbst könnte ruhn -
Wozu noch, wofür noch den König?
So frag ich mich täglich und finde mich leer
und finde bei keinem und niemand Gehör
und gestehe dir, den als Freund ich verehr’:
Unglücklich siehst du den König.”

„Mein König, ich habe Euch lange gedient
in guten und schlechten Tagen,
und ich seh, wie das Wasser auch springt und rinnt:
an den Himmel wird es nicht schlagen.
Auch ich, mein König, verstehe Euch nicht.
Freut euch: Ihr leidet nicht einen Verzicht.
Erfüllet und haltet die Herrscherpflicht
und lernt euren Reichtum ertragen!”

Da wurde der König weiß vor Zorn:
„Hinfort, sonst lass ich dich binden! -
O hätt’ ich dich nie zum Berater erkorn,
ich werd einen besseren finden!”
Und als nun der Alte hinweggeführt,
der König lang aus dem Fenster stiert
und endlich er folgende Worte verliert:
„Ich muss das Glück noch ergründen!”

Und es hörens die Schranzen und Pagen sofort,
ein jeder will dienstfertig scheinen,
und sie tragen die Kunde an jeden Ort
des Reiches, in alle Gemeinen.
Im Volke aber der Unmut gärt:
„Ist doch nichts, das dem Könige nicht gehört.
Seine Knappen haben die Truhn uns geleert
von Perlen und silbernen Steinen.”

Und tags drauf wird eine alte Frau
vor den König gelassen,
die spricht: „Ich kenn Euer Leid genau,
Glück liegt nicht bei Gütern in Massen.” -
„Wie werd ich dann glücklich? So sag es mir!”
Entgegnet die Alte: „Eure Begier
zu stillen ist einfach. Tut dieses dafür:
das Hemd eines Glücklichen fassen.”

„Wo finde ich solchen? Gleich sag es mir an!” -
„Es gibt einen Menschen im Osten,
der’s Euch als ein Weiser wohl sagen kann:
Er lehrt euch Erhabenstes kosten.
Als Einsiedel lebt er weit hinter dem Wald,
ein Steinhüttchen, das ist sein Aufenthalt,
und Körner und Lauch, die isst er meist kalt
und presst sich Beeren zu Mosten.”

Der König sattelt dieselbe Nacht
sein Pferd, und er reitet und reitet
gen Osten, und als schon der Tag erwacht,
da sieht er den Wald ausgebreitet,
und reitet hinein und reitet hinaus
und spät auf der Heide gewahrt er ein Haus,
draus schaut ein zerlumpter Mensch heraus,
der sich eben sein Süppchen bereitet.

Der lacht ihn an: „Glück zu, Kamerad!
Hab Körner und Lauch. Willst du essen?
Wo kommst du denn her? Und auf wessen Rat?
Ich hatt’ schon der Menschen vergessen.” -
„Ich komme mit Ziel: Mein Herz fühlt sich schlecht,
das Glück ist es, das ich gewinnen möcht.’” -
„Nun setz dich erst her und erhole dich recht,
ich wird’ ein paar Beeren dir pressen.”

„Ich bin der König, ich höre, du hast
ein Hemd, das das Glück an sich bindet,
sodass jeder, der dessen Gewebe fasst,
sich nachher zufriedener findet.” -
„Erst hör mir zu: Ich geb’s dir nicht gern,
denn Glück ist nicht Schale und ist auch nicht Kern,
dem Haben ist’s fremd und dem Sehnen ist’s fern -
ich seh’ dich nach Falschem entzündet.

Denn Glück und Besitz sind zweierlei Schuh,
und der Mensch will in allem das höchste.
Und hat er Besitz, soll das Glück noch dazu,
doch das Glück, was ist es: das nächste!
Darbt er aber, so deucht ihm, es sei,
das Glück bei gelindertem Mangel dabei;
ist derselbe behoben, so ist er zwar frei,
doch die Sattheit zerfrisst ihm das beste.

Das Glück ist Streben. Nur darin allein
bleibt die Seele sich ewig innen.
S’ist das einzige echte Menschensein,
ein höheres lässt sich nicht sinnen!” -
„Das glaube ich niemals!” der König spricht,
„das Glück ist nie und nimmer Verzicht!” -
Entgegnet der Mensch:” Du glaubst es mir nicht? -
Dann helf’ ich das Glück dir gewinnen.

Dort nimm es, mein Hemd, und reite du hin
den Weg, den ich folgend dir weise:
zehn Meilen nach Osten. Da siehst du blühn
zwölf Rosen auf Steinen im Kreise.”
Aufspringt der König und stürmt gleich fort,
doch das Hemd drückt ihn schwer, er erreicht den Ort
der Gräber! - und sinkt: es war Mord,
vergiftet des Einsiedels Speise.

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Donnerstag, 4. Juni 2009 5:25
Themengebiet: Balladen/Eklogen