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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Lebenslauf einer Gemüsebohne

Lebenslauf einer Gemüsebohne

Idyllisches Lehrgedicht (Sexta-Stoff)

© 1979 Dirk Schindelbeck

„Unter dunklen Gartenschollen
soll ich nun mit Macht verderben -
lieber wollt’ ich noch im vollen
Sammelglas vertrocknend sterben!”

Ach, so ward der arme Stecken
in die Erde eingesenket,
klagt noch bitter, manchen Schrecken,
manches Ende er sich denket.

Doch allmählich übermannen
tausendfach ihn Müdigkeiten,
und schon mag er nicht mehr streiten,
schlafen will er, schön entspannen.

Und verträumt so Zeit als Kummer,
ruht in warmer Schollenkrümmung,
bis ihn plötzlich aus dem Schlummer
Fühlung weckt, wie Aufbruchsstimmung.

O wie dringt so herrlich Feuchtes
durch die dunklen Bodenröhren - -
alle Müdigkeit verscheucht es,
was für Kräfte zu beschwören!

Mächtig in dem alten Erdreich
dehnt er gleich sich in die Länge,
trinkt die Säfte, biegt sich schwertgleich,
sein Gehäuse wird ihm enge -

und durchbricht die Bodennarbe,
wo geschäftig auf den Beeten
Frühling schon die grüne Farbe
ausprobiert und eingetreten.

Immer mutiger und dreister
lässt die Erde er zurücke,
ist sich selbst schon großer Meister
ist sich selbst schon Ziel und Brücke.

Und schon wachsen ihm geflügelt
Blätter über Haupt und Ohren,
anfangs scheint’s ihm vorgespiegelt,
doch dann fühlt er sich geboren,

ja geborener berufen,
zu der Sonne, warm und leuchtend,
vorzudringen, Stuf’ um Stufen
übereilend, selbst sich feuchtend.

Blätter treibt der freche Bengel,
die ihm selbst nicht schlecht gefallen,
weitet seinen schmalen Stengel
knollig aus - zum Knotenballen.

Und schon breitet er sich prächtig
über Stein und Gras und Krume
und umfingert wundermächtig
eine gelbe Dotterblume.

Zwei und fünf und acht geliebte
Blätter hat er schon entfaltet,
sieh, und was er grad noch übte,
über Nacht gilt’s ihm veraltet…

Weiße Blüten, kleine Glocken,
prächtig zieren ihn auch diese:
allzugrün ist man doch trocken,
grün allein sind Gras und Wiese!

Und so dehnt sich Hüll’ um Hülle,
Hüll’ um Hülle wird gesprenget,
denn im Innern wühlt ein Wille,
der sich stets hinaus verlänget.

Aufwärts drängt der und will eilig
sich der Höhe nur verschreiben,
Kräfte zieht er arbeitsteilig
hier zusammen, dort zu treiben.

Haltet ihn doch, den Verrückten,
lehrt ihn Maß und lehrt ihn Ziele,
sonst wird er der Winde Spiele,
und man findet den Geknickten.

Doch auf einmal: Kleine Schoten
neben seinen Blüten sprießend,
ziehn Titanenmut zu Boden,
beste Säfte fortgenießend.

Drei- und vierfach schwillt die Zöpfung,
zwischen schmalen Blättern lugend!
Sehet da ein Bild der Schöpfung,
sehet da ein Bild der Jugend.

Ach, wie er sich zwingt und stemmet,
frei zu wachsen, das er werde,
schönstes Streben bleibt gehemmet,
Schoten ziehen schwer zur Erde.

Weh, und dick und dicker schwillt es,
mehr und mehr schon wird er Vater,
und so wird es und so gilt es:
Sorgen um die Sprösse hat er!

Treibt die Breite, mahnt die Länge,
denn er kann sich nicht mehr steigern,
andre schätzen sein Gehänge,
und er kann es nicht verweigern.

Und so beugt er sich bescheiden
wie wir andern Erdewesen -
wachsen, tragen, dulden, leiden
ist sein Schönstes bald gewesen.

Früchte trägt ein solch Bewegen
und in leichterem Verkehre
öffnet sich bekannter Segen,
freut er sich der eignen Schwere.

Und so wirst du wieder frei sein,
hat man dir erst dies genommen,
kannst du größer, kannst du neu sein,
wirst uns immer wiederkommen.

Sei’s sich selber, sei es weisend,
dieses wüste, zarte Streben,
findet’s wieder, findet’s kreisend
vorwärts ins geliebte Leben.

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Donnerstag, 4. Juni 2009 15:03
Themengebiet: Balladen/Eklogen