Reklame & Werbung
In dieser Rubrik finden Sie Texte zum Thema “Alte Reklame” bzw. “Werbung”. Bis heute ist sich die Kultur- bzw. Kommunikationswissenschaft nicht einig darüber, wann “Reklame” sich zu “Werbung” wandelte. Viele sehen in der Umbenennung der gleichnamigen Fachzeitschrift durch die Nationalsozialisten 1935 in “Deutsche Werbung” den entscheidenden Paradismenwechsel, andere plädieren für eine Verwendung des Begriffs Werbung erst für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Andererseits gab es schon vor dem Ersten Weltkrieg Dienstleister, die sich im vollen Bewusstsein in Absetzung von Reklameschreierei “Werbeanwalt” nannten, wie umgekehrt eins der bekanntensten Gedichte Ingeborg Bachmann von 1953 noch unter dem Titel “Reklame” figuriert.
Sinnvoller erscheint es dagegen, Phänomene der werblichen Kommunikation strukturell zu ordnen: also Werbeformen (z.B. Emailschilder, Werbefilme usw.) von ihrern Erzeugnern (z.B. Werbeberater, Grafiker usw.) sowie den beworbenen Produkten selbst zu trennen.