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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » „Kurze Darstellungen des Begriffs ins Abenteuerliche ausbauen…”

„Kurze Darstellungen des Begriffs ins Abenteuerliche ausbauen…”

Werbetrickfilm in den zwanziger Jahren

© 2006 Dirk Schindelbeck

(aus: Volker Ilgen/Dirk Schindelbeck: Am Anfang war die Litfaßsäule, Darmstadt 2006)

Solange es das Kino gibt, wurden in ihm auch Werbefilme gezeigt. Schon 1897 war in Berlin ein Streifen mit dem Titel „Bade zu Hause” zu sehen gewesen, der eine neuartige Badewanne bewarb. Auch in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg hatte es immer wieder Werbung im Kino gegeben - wie etwa die per Legetrick animierten tanzenden Maggi-Flaschen von 1908. 1911 ließ sich deren Produzent Julius Pinschewer (1881-1963) das Recht sichern, „lebende Karikaturen” zu Werbezwecken zu verwenden.

Pinschewer war es auch, der in der stürmischen Entwicklungszeit des Werbefilms in den zwanziger Jahren zur überragenden Persönlichkeit wurde. Schon während des ersten Weltkriegs hatte er eine Reihe von Propagandafilmen produziert (z.B. für Kriegsanleihen) und damit dem Medium zur Anerkennung auch bei staatlichen Stellen verholfen. Nun sollte unter seiner Ägide sowohl die Keimzelle einer deutschen Filmwirtschaft als auch des Animationsfilms entstehen. Ihm gelang es, die kreativsten Kräfte wie Walter Ruttmann, Lotte Reininger oder Hans Fischerkoesen an sich zu binden. Entweder arbeiteten sie mit ihm, für ihn oder er vertrieb ihre Produktionen über seine Verleihfirma. Von Spezialisten im reinen Zeichentrickfilm (Fischerkoesen) über Silhouettentrick (Lotte Reininger), Sachtrick, Legetrick, Puppentrick bis hin zum mit Trickelementen vermischten Realfilm arbeitete hier die gesamte Avantgarde des Animationsfilms. Nicht selten waren diese frühen Werbefilmer zwangsläufig Bastler, Poeten und Unternehmer in einer Person, die sogar ihre Schneidetische selbst herstellten.

Von den gestalterischen Möglichkeiten, die vor allem der Trickfilm eröffnete, fasziniert, schrieb der Kameramann Guido Seeber 1927: „Kurze Darstellungen des Begriffs könnten ins Abenteuerliche ausgebaut werden!” - wie beispielsweise durch Tricktechnik animierte Packungen mit Armen und Beinen. Auf diese Weise konnte ein Produkt leicht und zwanglos zum Hauptdarsteller, zum „Star” werden, beispielsweise im Stummfilm zur Bewerbung des Fußbodenpflegemittels Perwachs der Marke Schwan von 1927. Erzählt wurde die Geschichte eines Hausballs in Form einer „Tierfabel”. Schweine, Ziegen und Doggen treten wie Menschen und dem Anlass gemäß in großer Robe auf. Schon bei der Ankunft der Gäste zeigt sich das Problem: der Fußboden. „Es riecht nicht gut, es ist zu glatt!” Als die Kapelle zum Tanz aufspielt, spitzt sich die Lage zu. Ein Doggenpärchen gleitet aus, der Galan verliert sein Gebiss. Da kündigt sich ein neuer Gast an: ein Schwan. Dieser stolziert herein, dreht sich in virtuosem Wirbel auf der Tanzfläche. Als er wieder zum Stehen kommt, ist aus dem Schwan (= der Marke) eine Dose geworden - mit Armen, Beinen und Kopf. Elegant wie Eisläufer vollführt der Perwachs-Tänzer nun seinen Bohnertanz - mit Blöcken an den Füßen. Das Problem ist behoben; der Hausball kann fortgesetzt werden.

Der Film ist ein gutes Beispiel für die Mode, unter allgemein gehaltenen Obertiteln kurze amüsante Geschichten zu erzählen, wobei bis zur allerletzten Sequenz oft nicht ersichtlich war, wofür überhaupt geworden wurde - was dem Publikum immer wieder großen Ratespaß bereitete. Auch die von Pinschewer gemeinsam mit Hans Fischerkoesen realisierten Filme für die Kölner Firma Stollwerk „Die Geschichte vom Schokoladenkasper” und „Auf der Skitour” aus dem Jahr 1926 oder „Der unentwegte Fotograf” (Agfa) und „Bräutliche Rheinfahrt” (Henkel) laufen nach diesem Schema ab. Ein verliebtes Paar macht eine Rheinfahrt flussabwärts. Vor lauter Zärtlichkeiten und Umarmungen entgeht ihm, dass der Dampfer beim Herannahen einer Brücke seinen Schornstein nach hinten abknickt und schwarzem Rauch und Ruß in Richtung des Pärchens ausspuckt. Die Kleidung der beiden ist in Sekundenschnelle verdreckt - und das Paar verzweifelt. Der Kapitän beruhigt sie - schließlich weiß er, dass der Dampfer noch Düsseldorf passieren wird und die Henkel-Werke…

Der Werbefilm war insofern das ideale Instrument, die Möglichkeiten des Mediums überhaupt erst auszuprobieren - wovon der abendfüllende Spielfilm letztlich profitieren sollte. So waren die ersten Farbfilme, die das Publikum um 1924 zu sehen bekam, Filme werblichen Inhalts. Per Viragetechnik handkoloriert - ein überaus mühsames Verfahren - war der Arbeitsaufwand bei so kurzen Filmen von 1 bis 5 Minuten Länge noch leistbar. Neue Herausforderungen, aber auch neue Chancen werblicher Wirkung ergaben sich mit der Einführung des Tonfilms in den frühen dreißiger Jahren, als die Musik zu einer Art zweitem Dramaturg in den Filmen wurde - gab sie nunmehr doch Takt und Rhythmus vor, nach dem sich die Figuren bewegen konnten.

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Dienstag, 16. Juni 2009 14:12
Themengebiet: Reklame & Werbung