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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Marken, Moden und Kampagnen

Marken, Moden und Kampagnen

Marken, Moden und Kampagnen
Illustrierte deutsche Konsumgeschichte

Primus, Darmstadt 2003, 144 Seiten mit ca. 200 meist farbigen Abbildungen, gebunden, ISBN 978-3-89678-234-2, 3-89678-234-7

Marken Moden und KampagnenKaum ein anderes Medium transportiert den Zeitgeist, die Strömungen und Trends bestimmter Perioden so konzentriert und pointiert wie Werbung.
Was waren die Wünsche und Träume einer Zeit, was die Sorgen und Ängste? Was gehörte innerhalb kurzer Zeit zum allgemeinen Lebensstandard, was versank für immer in Vergessenheit und warum?
Diese illustrierte Konsumgeschichte Deutschlands beleuchtet schlaglichtartig ausgewählte Produkte und macht an ihnen bestimmte Entwicklungen deutlich. Es treten die Wellen und die Moden, die “Errungenschaften” und die Standards in den Blick - und mit ihnen der Wandel in Verhalten, Ansprüchen, Gewohnheiten, Mentalität und Selbstverständnis der Menschen. Die Konsum- und Werbegeschichte der DDR wird dabei in einem eigenen Kapitel beleuchtet. Den besonderen Reiz des Buches machen vor allem die vielen Abbildungen aus. Im perfekten Zusammenspiel mit dem Text nehmen sie uns mit auf eine ebenso spannende wie unterhaltsame Reise durch die Konsumgeschichte, vom Nachholkonsum der frühen fünfziger Jahre bis zum postmodernen Kult- und Erlebniskonsum der achtziger und neunziger Jahre.

“Die Kunst des 20. Jahrhunderts ist die Werbung!”
(Andy Warhol)

pdf_icon_ohne_adobeIllustrierte Konsumgeschichte der Bundesrepublik Deutschland 1945-1990
(PDF, 141 KB)

Dieser Text ist weitgehend identisch mit dem gleichnamigen Buch (ISBN 3-931426-48-3), das 2001 bei der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen erschienen ist. Um die Ladezeiten kurz zu halten, sind die Fotos des Buches hier nicht mit aufgenommen.

Rezensionen:

Bei amazon eingestellte Kundenrezension (abgerufen 13. April 2010)

Unsere Welt, unser Land aus Sicht der Werbung und des Konsums. Jedes Volk hat die Werbung, die es verdient. Warum ist Werbung in Deutschland so bieder? Ist sie überhaupt bieder, wenn man Sie mit der Werbung in der ehemaligen DDR vergleicht? Dirk Schindelbecks spannendes und überaus kurzweiliges Buch erzählt die reichlich bebilderte Geschichte Deutschlands (und der DDR) aus der Perspektive des Konsums und der Werbung. Auf diese Weise wird Allägliches zum Gegenstand intelligenter Auseinandersetzung und regt zum Nachdenken an. Dabei macht der Werbehistoriker dem Leser den Einstieg denkbar einfach. Seine Texte und Bilder treffen direkt auf eigene Erinnerungen, so dass man sofort und ohne Vorbildung weiß, worum es geht. Was aber noch viel wichtiger ist: Der tägliche Blick auf Plakate, Anzeigen und Spots unserer Tage war noch nie so spannend, unterhaltsam und entwaffnend wie nach dieser Lektüre. Allen Zeitgenossen zwischen 16 - 86 Jahren wärmstens empfohlen.

Journal der Jugendkulturen, April 2007, S. 103ff.
Thomas Schuster
Reich bebildert lässt Schindelbeck die Geschichte Deutschlands aus der Perspektive der Konsumgüterwerbung Revue passieren. Die abgebildeten Werbeplakate, Illustriertenanzeigen und Slo­gans erzählen vom Wandel der Lebenseinstellungen und Kon­sumhaltungen über die Jahrzehnte. Eine Geschichte der Wer­bung wäre ein passenderer Titel, eine soziologische Studie, die mit Verbrauchs‑ und Absatzzahlen aufwartet, den Leser über die komplexen Mechanismen des Marktes und der Werbung aufzuklären versucht, ist dieses Buch bewusst nicht. Ohne wis­senschaftliche Tiefe haben wir hier ein anregendes unterhalt­sames Buch, das das Stöbern in eigenen Erinnerungen (in der eigenen Konsumgeschichte) evoziert. Schlaglichtartig werden anhand ausgewählter Produkte und Kampagnen Entwicklun­gen deutlich gemacht. „Die Frage nach dem Selbstverständnis unserer Gesellschaft lässt sich zu erheblichen Teilen über ih­ren Lebensstandard oder gar ihre Produktverfassung beant­worten“, wird hier Rainer Gries zitiert. Eben dies lässt sich an Schindelbecks Text sehr gut ablesen. Populärwissenschaftliches im besten Sinne wird geboten. Wissenswertes und Amüsantes ergänzen sich hervorragend.

Schindelbeck spannt den Bogen von den frühen Tagen der Markentechnik in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zu den Neunzigern, der Hauptteil beginnt mit den fünfzi­ger Jahren. Die den Jahrzehnten zugeordneten Kapitel vermitteln sachlich und unkontrovers Alltagsgeschichte, Trends und Zeitgeist der Dekaden.

Die fünfziger Jahre waren zunächst ein Käufermarkt, der das Nachholbedürfnis der Kriegsgeneration befriedigte. Ge­kauft wurde, was der Markt anbot. Erst mit der Sättigung des Konsumenten in den späteren Jahren traf der Kunde auf eine Auswahl unter dem Angebotenen: In der Bundesrepublik be­gann die Zeit der Werbung: „Jeden Morgen freuen meine Frau und ich uns über unsere wie neu aussehenden künstlichen Ge­bisse. Sauber, frisch, geruchsfrei. Mit der Kukident‑Haft‑Cre­me sitzen die Prothesen den ganzen Tag über so fest, dass wir unbesorgt sprechen, singen und lachen, ja sogar husten und niesen können.“ Neben diesen naiven Werbetexten war die Werbeindustrie durchaus schon fähig, die Warenwelt zu mys­tifizieren und subtile Botschaften auszusenden. Die Auswahl der im Buch dargestellten Plakate und Kampagnen macht die Entwicklung der Werbung sehr schön deutlich.

Den Weg von dem „nach Sicherheit und Wohlstand stre­benden angepasst‑makellosen Mustermenschen“ der fünfzi­ger Jahre zum postmodernen Erlebniskonsumenten, der den Luxus liebt und ebenso selbstverständlich bei Aldi und Lidl einkauft, zeichnet der Autor vor dem Hintergrund des sozi­alen und politischen Wandels nach. Neue Konsumphänomene wie Shopping als Freizeitvergnügen, der Boom von Marken­artikeln, das Sammeln von Überraschungseiern und Swatch­-Armbanduhren werden in Umrissen gekennzeichnet und in einen gesellschaftlichen Kontext gestellt.
Für westdeutsche Leser ist besonders das Kapitel „40 Jah­re Konsum im Osten“ interessant: Der Generaldirektor des Versandhauses „konsum“ wurde 1973 wegen mangelnder Wachsamkeit und wegen grober Verletzung der Parteiprinzi­pien entlassen, als er die „Hose Heino“ und eine Shell‑Spiel­zeugtankstelle in den Katalog aufnahm. Eine spezielle DDR­-Schaufenstertheorie unterschied das „sortimentsbezogene Schaufenster“ vom „problembezogenen“ und „artikelbezogenen“, vom „Schaufenster mit Hinstimmungsfunktion“ und vom „Schaufenster für besondere politische Anlässe“. Die Mentalitätsunterschiede durch Konsumsozialisation zwischen Ost‑ und Westdeutschen war für den Markenartikler nach der Wende eine Herausforderung. Das Festhalten an Gewohnhei­ten und Vorlieben konnte zur Identitätsbewahrung dienen, wo man als „Ossi“ das Gefühl hatte, zu kurz zu kommen.

Fazit: Ein hübsches Buch, unterhaltsam und informativ. Allzu Kritisches sollte man hier aber nicht erwarten. Übri­gens: Finanziert wurde die Ausstattung des Buches von der Coca‑Cola GmbH Essen und der Osram GmbH München.

Günther Birkenstock, Deutsche Welle online, 3. Februar 2005
„Dirk Schindelbeck wollte eine Konsumgeschichte in Schlaglichtern schreiben. Es ist eher eine populärwissenschaftliche Geschichte der Waren geworden. Konsumtrends wie das Verschwinden der Tante-Emma Läden und die Veränderung der Einkaufsgewohnheiten durch Discounter bleiben unberücksichtigt. Erhellend und unterhaltsam bleiben Schindelbecks Schlaglichter aber allemal.“

Siegfried Frech, Bildung und Wissenschaft, Heft 1/2004
„Diesem Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen, weil es zwischen Mondrian und Persil viele Ansatzpunkte beinhaltet, die es entdecken und auszuloten gilt.“

Monika Burri, Werbewoche Nr. 4, 5. Februar 2004
„Dirk Schindelbecks deutsche Konsumhistorie ist so witzig wie lehrreich. Denn sie zeigt uns, wie wir zu jenen Kultkäufern wurden, die wir heute sind.“

Peter Sumerauer, Lebensmittelzeitung, Nr. 4/2004 vom 5. Februar 2004
„’Kinder, wie die Zeit vergeht!’ möchte man ausrufen nach einem Blick in Dirk Schindelbecks Geschichtsbuch deutschen Konsumverhaltens… und weil sich Konsum nicht ohne die dazugehörige heile Welt der Werbung darstellen lässt, kommt der Band mit opulenten Bildbeigaben einher, die alle Register nostalgischer Gefühle zie­hen…“

Hartmut Berghoff, Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, Nr. 1/2004, S. 120
„Auf diese Weise entsteht ein ebenso vielfältiger wie faszinierender Überblick über die Werbegeschichte der Bundesrepublik Deutschland… als ästhetisch ansprechen­der Bildband hebt sich Schindelbecks Buch angenehm von rein populären Werken ab, die Werbeanzeigen entweder nur illustrativ einsetzen oder aber ohne jeden Ver­such der historischen Kontextualisierung abdrucken.“

planet wissen: Thema „Konsum“, WDR/SWR 3, 14. Februar 2004
„Werbung soll nicht nur Wünsche wecken, sondern sie ist auch ungewollt ein Spie­gel der Zeit. Wünsche, Träume, Ängste, Moden usw. werden uns immer wieder in Erinnerung gerufen, wenn wir alte Werbefotos sehen. Dieses illustrierte Buch zur deutschen Konsumgeschichte verdeutlicht unterhaltsam bestimmte Entwicklungen west- und ostdeutschen Konsums.“

acquisa, Februar 2004
„Bei dieser Zeitreise durch die letzten Jahrzehnte der Werbung kommt schon alleine durch die reichhaltige Illustration keine Langeweile auf. 40 eingestreute Kurzge­schichten aus dem Konsumalltag runden das Buch noch ab. Eine leichte und interes­sante Lektüre, die Spaß macht und gleichzeitig geschichtliches und aktuelles Wissen zum Konsumverhalten in Deutschland vermittelt.“

Neue Zürcher Zeitung NZZ, So, 3. Mai 2003
Susanne Oswald
Ex und hopp
Eine illustrierte Konsumgeschichte Deutschlands

«Nie war er so wertvoll wie heute» - «Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer» - «Was sonst», denn «Da weiß man, was man hat». Das Spiel ließe sich beliebig lange fortsetzen: aus allseits bekannten Werbebotschaften neue Slogans kreieren. Die Beliebigkeit und Austauschbarkeit der Schlagwörter und Attribute, die nur selten in einem unmittelbaren Sinnzusammenhang mit dem zu bewerbenden Produkt stehen, ist evident - doch wie ist es gelungen, sie im Kopf der Konsumenten als einer ganz bestimmten Marke zugehörig zu etablieren? Wie kommt es, dass vor unserem inneren Auge unweigerlich Bilder von Packungen eines bestimmten Waschmittels, von Schachteln dieser einen (und keiner anderen) Zigarette und der ganz gewissen Tafel Schokolade entstehen? Welche manipulativen Tricks sind erforderlich, damit wir einer Marke vor einer anderen den Vorzug geben, ohne sie zwangsläufig mit Konkurrenzprodukten verglichen zu haben? Die Antwort auf diese Fragen aus dem Einmaleins der Werbebranche ist simpel: Es bedarf der Schaffung eines Produktimages, das vor allem auf hohe Wiedererkennbarkeit abzielt - eine Idee, die noch keine hundert Jahre alt ist, wie der Kulturwissenschafter Dirk Schindelbeck in seiner soeben erschienenen illustrierten deutschen Konsumgeschichte «Marken, Moden und Kampagnen» aufzeigt. Er macht deutlich, in welchem Maße sich Konsum und Werbung zu einem Spiegel der gesellschaftlichen Befindlichkeit entwickelt haben.

Vom Produkt zur Marke

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Herstellern und Händlern das Spiel mit unterschwelligen Botschaften fremd. In der Werbung herrschte ein marktschreierischer Ton vor, bar jeder Subtilitäten. Einen «Quantensprung in der Publikumsansprache» nennt Schindelbeck jene Innovation, die der Werbeberater des Zigarettenkonzerns Reemtsma in den zwanziger Jahren aufbrachte: die «Markentechnik», mit deren Hilfe ein «Massengehirn» geschaffen wurde - mit Bedürfnissen, die sich gezielt steuern, vereinheitlichen und manifestieren ließen. Das moderne Markenprodukt war geboren. Schindelbeck dokumentiert anhand ausgewählter Produkte und Kampagnen, ergänzt durch amüsante Anekdoten zu Werbeslogans und Konsumentenverhalten, wie sich aus dem Nachholkonsum der vierziger Jahre die Anschaffungskultur der Fünfziger herausbildete. Noch vor Ende des Zweiten Weltkrieges war in den USA erkannt worden, welch tragende Rolle der Konsum bei der Westintegration Deutschlands würde spielen können – nicht zuletzt auch, um Westdeutschland zu einer «Konsumdemokratie» und damit zu einem Bollwerk gegen den Kommunismus zu machen. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Wohlstand in den Wirtschaftswunderjahren äußerte sich in einer Präferenz des Bodenständigen und Konventionellen. Revolutioniert wurde allerdings die Art der Anschaffung: Es entstanden die ersten Selbstbedienungsläden, über welche die «Frankfurter Illustrierte» 1951 schrieb: «Zuerst glaubte man, den Hausfrauen Ausweise für das unbewachte Betreten des Ladens ausstellen zu müssen. Schnell hat sich herausgestellt, dass das völlig überflüssig ist, denn die deutsche Hausfrau ist in geordneten Verhältnissen genauso diszipliniert wie diejenige Amerikas.»

Produkte aus den USA erfreuten sich erwartungsgemäß großer Popularität, allen voran Coca-Cola, welche mit dem im Wirtschaftswunder-Deutschland äußerst zugkräftigen Slogan «Mach mal Pause» beworben wurde. Die Zigarettenwerbung hingegen, die seit je als größte Herausforderung in der Branche gilt, setzte auf rauchende Dichterköpfe. So ließ etwa Luise Rinser als Werbetexterin wissen: «Kein anderes Requisit gibt uns Gelegenheit zu derart graziösen Bewegungen wie die Zigarette.» Gewinner auf dem Zigarettenmarkt wurde die auf Internationalität setzende Marke Stuyvesant, die den «Duft der großen, weiten Welt» versprach, wohingegen die Glimmstengel mit dem sonderbaren Namen «Gelten» bald nach ihrer Lancierung wieder verschwanden, denn niemand wollte ins Geschäft gehen und sagen: «Ich möchte Gelten.» Die Politik freute sich über die Kreativität der Werbebranche, denn sie vermochte den Konsum anzukurbeln und der Wirtschaft Auftrieb zu leihen - und gab gleichzeitig mit ihren prägnanten Slogans Impulse für die Wahlwerbung, etwa für Adenauers Postulat «Keine Experimente!» oder Ludwig Erhards Versprechen «Wohlstand für alle». Gleichzeitig wurde an der innerdeutschen Grenze mit subversiven, aus der Konsumwerbung entlehnten Mitteln psychologische Kampfführung betrieben: Mit Ballons wurden Flugblätter über die Grenze geschickt, die etwa mit dem Spruch «Du könntest auch dabei sein» für die Autoausstellung in Frankfurt warben - beziehungsweise zur Republikflucht aufforderten. Im Zuge dieses Grenzverkehrs wurde der Slogan «Neckermann macht’s möglich» zum geflügelten Wort. Die erste Rezession der Nachkriegszeit in den sechziger Jahren führte nicht nur zu Maßhalteappellen, sondern auch zu einer steigenden Mündigkeit und Kritikfähigkeit der Konsumenten: Es entstanden die ersten Magazine, die Warentests durchführten, und die Kritiker der inzwischen entstandenen Wegwerfgesellschaft verschafften sich zunehmend Gehör. Sie prangerten Unternehmen an wie etwa den Hersteller der ersten in Einwegflaschen erhältlichen Biermarke, der diese in seiner Werbung als «die Ex-und-hopp-Flasche» pries.

Hunde aus dem Versandhauskatalog

Der vor allem von Jugendlichen formulierten Konsumkritik begegnete die jederzeit anpassungsfähige Werbewirtschaft, indem sie ihre Inhalte in den siebziger Jahren ebenfalls verjüngte: weg von bürgerlich-spießiger Behaglichkeit hin zu hippiebunter Experimentierfreude. Damit ging auch eine Öffnung gegenüber dem neuen ökologischen Bewusstsein einher: Kaum eine Produktwerbung kam plötzlich ohne das Wort «Natur» aus. Daraus entstand der sogenannte «Gesinnungskonsum», von dem etwa ein damals neuartiges, heute allseits bekanntes schwedisches Möbelhaus profitierte. Gleichzeitig boomte das Geschäft von Versandhäusern, und es gab praktisch nichts, was sie nicht anboten - bis hin zu Haustieren. So konnte man etwa bei «Quelle» unter der Bestellnummer abc einen männlichen Langhaardackel bestellen, ein weibliches Exemplar unter der Nummer xyz. Die achtziger Jahre standen im Zeichen des Wirtschaftsbooms und des damit einhergehenden Luxuskults und des Erlebnis-Shoppings - an dem sich am Ende der Dekade auch die Ostdeutschen beteiligen konnten. Nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze traten die Diskrepanzen zwischen den zwei deutschen Konsumkulturen deutlich zutage: Nun erlebte Ostdeutschland seinen Nachholkonsum bei Westprodukten, nur um bald darauf in eine gewisse Markennostalgie zu verfallen, die den zunächst geschmähten Ostprodukten neuen Zulauf verschaffte. Kaufhäuser, die sich auf Ost-Erzeugnisse spezialisiert haben, erfreuen sich heute steil ansteigender Umsätze. Den vierzig Jahren Konsum in der DDR widmet Schindelbeck ein eigenes Kapitel, das von den Problemen kündet, Planwirtschaft mit den Konsumentenbedürfnissen in Einklang zu bringen, sowie der Unmöglichkeit, mit der Entwicklung im Westen, insbesondere in technologischer Hinsicht, Schritt zu halten - ein Missverhältnis, das so manchen resigniert zur populärsten Zigarillo-Marke der DDR greifen ließ: Sie hieß «Sprachlos». (Abbildung: Zigarillo Sprachlos)

SWR4 Radiotreff, 2. April 2003, 17.05 Uhr
„Wie versuchte man früher, Kunden von Seife x und Waschmittel Y zu überzeugen? Welche Produkte waren die Renner? Was wurde warum vergessen? In seinem neuen Buch stellt Schindelbeck das Ergebnis seiner Forschung vor – Anlass für ein span­nendes Gespräch mit Radiotreff-Moderator Klaus Gülker in Sachen Werbung ehe­dem und heute…“

Niederösterreichische Nachrichten, Linz, 29. April 2003
„Viele amüsante, überraschende Geschichten und noch mehr Fotos machen diese illustrierte deutsche Konsumgeschichte zu einem potentiell durchaus bemerkens­werten Buch…“

Märkische Allgemeine, Potsdam, 3. Mai 2003
„Dem Autor Dirk Schindelbeck ist hoch anzurechnen, dass er dabei die Produktwer­bung der DDR nicht ausblendet und dieser Wunderwirtschaft ein ganzes Kapitel widmet.“

Verena Knuemann, SWR 3 TV-Kulturmagazin „Nachtkultur“, 30. Mai 2003
„…ein kluges und reich illustriertes Buch…“

Freiburger Stadtkurier, 14. Mai 2003
„..wie die Namen der Produkte haben sich auch die Formen ihrer Vermarktung im Laufe der Jahre verändert. Das belegt auf anschauliche Weise das neue Buch des Freiburger Kulturhistorikers Dirk Schindelbeck…“

mdr Buchtipp, 3. Juni 2003
„Dirk Schindelbecks Buch beleuchtet auf illustre Weise die Konsumgesellschaft Deutschlands in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen – vom sozialen Ritual zwi­schen der Verkäufer und dem Kunden in einem familiär geführten Lädchen bis zum anonymen Akt der souveränen Kaufentscheidung in einem multifunktionalen Ein­kaufszentrum…“

Markus Zimmermann-Dürkop, Badische Zeitung, 3. Mai 2003
„Es ist spürbar nicht nur wissenschaftliches Interesse, sondern regelrechte Lust an der Thematik, die sich in dem Buch widerspiegelt.“

Dirk Schönröck, Darmstädter Echo, 2. Juni 2003
„Das auf hochwertigem Glanzpapier gedruckte Buch enthält zudem zahllose Illust­rationen von gewöhnlicher Produktwerbung bis hin zu politischen Wahlplakaten. Schindelbeck verklammert seine Konsumgeschichte eng mit der historischen Ent­wicklung und der politischen Lage in der Nachkriegszeit…“

Susanne Ostwald, Neue Zürcher Zeitung, 3./4. Mai 2003
„Schindelbeck macht deutlich, in welchem Maße sich Konsum und Werbung zu ei­nem Spiegel der gesellschaftlichen Befindlichkeit entwickelt haben…“

Wolfgang A. Nieman, Nordwest-Zeitung, 26. Juli 2003
„…ein aufschlussreicher und unterhaltsamer Textbildband… Das Kompendium ist hervorragend komponiert und wartet neben teils vergessenen Erfolgskampagnen auch mit allerlei Skurrilem auf… Der abstruseste Witz  ist jedoch jene Starfighter-Werbung im Spiegel vom November 1957. Dagegen reizt das lobenswerte Extraka­pitel über 40 Jahre DDR-Werbung des öfteren zum Schmunzeln und wird mit der Werbung für die erfolgreichste Zigarillo-Marke gekrönt, die schlicht ‚sprachlos’ hieß“.

Oliver Graue, Harburger Anzeigen und Nachrichten, 7. Juni 2003
„Auf eine spannende und amüsante Art zeichnet Dirk Schindelbeck in seinem Buch die deutsche Warengeschichte nach. Wenn er die typischen Markenartikel der jewei­ligen Epochen ‚sprechen’ lässt, dann hält er uns zugleich unsere Biographie vor, denn er ruft uns die Wünsche und Träume, die Sorgen und Ängste früherer Jahr­zehnte ins Gedächtnis zurück.“

Uwe Grosser, Heilbronner Stimme, 12. Juni 2003
„In seinem wundervoll illustrierten Buch…  wählt Schindelbeck  dabei den eleganten Weg der humorvollen Auseinandersetzung mit einem nicht minder humorvollen Thema, das schon aus diesem Grund mit heiterem Ernst angegangen sein will. Weil die ‚deutsche Konsumgeschichte’, so der Untertitel, auch 40 Jahre DDR beinhaltet, blickt Schindelbeck auch hinter den Eisernen Vorhang, wo der unfreiwillige Humor Urstände feierte. Doch bei allem Witz ist Schindelbecks Buch auch eine fundierte und kenntnisreiche Analyse der Konsumgesellschaft des 20. Jahrhunderts.

Stefan Braunschweig, Sonderpublikation „100 Jahre Deutscher Markenverband 1903 – 2003“, Beilage zu werben & verkaufen; HORIZONT, media & marketing, Der Kontakter, marketingjournal, 26. Juni 2003
„Schindelbeck löst – auch dank opulenter Fotos - seinen eigenen Anspruch fast spielerisch ein, die großen Bewegungen vom Nachholkonsum der frühen fünfziger Jahre zum postmodernen Kult- und Erlebniskonsum der 80er und 90er Jahre deut­lich zu machen. Und weckt ganz nebenbei eine Menge Erinnerungen.’“

Focus, Buchempfehlung „Die schönsten Seiten des Sommers“ 80 Tipps, 25. Juni 2003
„Vor 50 Jahren gab’s was nachzuholen. Heute ist Konsum Usus. Eine üppig illust­rierte Kulturgeschichte.“

Angelika Windloff, DeutschlandRadio Berlin, Buchtipp, 29. Juni 2003
„Schindelbecks Darstellung der mehr oder weniger geheimen Verführer kommt an­ders als einschlägige frühere Werke ohne erhobenen Zeigefinger daher und das ist ihre Stärke: Er kritisiert nicht, er konstatiert, beschreibt und analysiert. Das Urteil darüber, wie Konsum und Werbung zu bewerten sind, überlässt er dem Leser. Mehr noch: Das Buch zeigt den Genuss, den der Autor offensichtlich in der Beschäftigung mit der Welt der Waren fand… ein Geschichtsbuch der anderen Art, nicht streng wissenschaftlich, akademisch, sondern eher als kurzweilige Zeitreise durch die deutsche Konsum- und Alltagsgeschichte zu lesen. Ein Buch zum Stöbern wie auf dem Flohmarkt, wo Bekanntes und längst Vergessenes wiede­rauftaucht, alte Bilder und Sprüche von gestern, neue Hintergründe, überraschende Geschichten und Anekdoten, die alle gemeinsam Vergangenes wiederauferstehen lassen.“

Wochenschau für politische Erziehung, Sozial- und Gemeinschaftskunde, Nr. 3, Mai/Juni 2003
„Der Autor – Kulturwissenschaftler, Werbehistoriker und Wissenschaftspublizist – hat einen materialreichen wie historisch interessanten Beitrag zur Konsumge­schichte vorgelegt, der Anlass gibt, die eigene ‚Konsum- und Warenbiographie’ zu entdecken.“

Kulturpolitische Mitteilungen, Heft II, 2003
„Einen interessanten Einblick in die Werbung vermittelt nun Dirk Schindelbeck, der den Leser rund 80 Jahre deutscher Konsumgeschichte kurzweilig nahe bringt. Von den Anfängen der Litfass-Säule um die Jahrhundertwende über die systematische Verbraucherforschung in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum suggerierten einheitsstiftenden Kauferlebnis der 90er Jahre.“

Alexander Schug, HSozuKult, 16. Juli 2003
„…Das Buch ist … für ein akademisches Publikum geeignet, das sich nach den vielen „turns“ der Vergangenheit auch vom „iconic turn“ der Geschichts- und Kulturwis­senschaften nunmehr hat erfassen lassen: eine übersichtlich layoutete und kommen­tierte Quellenedition zur visuellen Kultur der Bundesrepublik und in einem letzten Kapitel über 20 Seiten auch der ehemaligen DDR.“

Trödler & Sammler Journal, August 2003
„Die vorliegende, reich mit Werbeanzeigen bestückte, Konsumgeschichte bringt dem Leser die Mechanismen einer immer perfekter arbeitenden und subtiler wirkenden Werbewirtschaft nahe. Indem sie die Charakteristika der 50er- bis 90er-Jahre, etwa die Fresswelle einer ausgehungerten Nation der Nachkriegszeit oder die Phase der vom Fitness- und Wellnesswahn geplagten Bevölkerung eines wieder geeinten Staa­tes, gespalten zwischen Konsumterror und der Flucht in alternative Lebenswelten, herausarbeitet, ist sie auch eine unterhaltsame und informative Kulturgeschichte.“

Sascha Stoltenow, PR-Forum, August 2003
„..das Buch hält, was es im Untertitel verspricht. Darüber hinaus tut es noch etwas mehr, weil es nicht nur die Geschichte des Konsums illustriert, sondern ihn auch in die Sozialgeschichte einbettet. Als Sachbuch leistet Marken, Moden und Kampagnen für alle im 20. Jahrhundert Geborenen das, was Florian Illies in Romanform für die Generation Golf getan hat. Wer die Wechselwirkungen zwischen Konsum und Ge­sellschaft verstehen will, den lockt Schindelbeck auf die richtige Fährte.“

Christoph Peerenboom, Braunschweiger Zeitung, 27. Juli 2003
„… Schindelbeck versteht die Entwicklung von Produkten und Werbebotschaften vor allem als Spiegelbild gesellschaftlicher Umbrüche. Sein reichhaltig bebildertes Buch ist somit ein amüsanter und geistreicher Streifzug durch mehr als fünf Jahrzehnte Kultur- und Konsumgeschichte…“

Erwin K. Bauer, www.kunstundbuecher.at, Wien, 28. August 2003
„…Wer das Schwelgen in Zeitgeschichte mit dem Konnex Konsum und Werbung schätzt, kommt mit diesem Buch perfekt auf seine Kosten und wird es gerne und oft als Lese- und auch Nachschlagewerk in die Hand nehmen.“

Sabine Ranft, Universitas. Orientierung in der Wissenswelt, September 2003
„Teilweise skurrile Anekdoten machen schmunzeln und staunen und bereichern das sehr anschaulich gestaltete Buch, das auch nach dem ersten Durchlesen immer wie­der zum Blättern und Nachschlagen einlädt.“

Das Parlament, Nr. 38/39 vom 15./22. September 2003
„Dass wiederum die Politik bei der Propagierung ihrer Absichten und Ziele auf Werbung und Reklame zurückgreift und sich mehr und mehr deren Methoden be­dient, ist ebenso offenkundig; die Kritik, dass Politik wie ein Waschmittel verkauft werde, ist immer wieder zu hören… Insgesamt ist es ein ebenso vergnügliches wie lehrreiches Geschichtsbuch zur deutschen Nachkriegsgeschichte aus einem etwas ungewöhnlichen Blickwinkel.“

Rheinpfalz, 4. Oktober 2003
„Wie Markennamen wirken, weil sie das Gefühl des Vertrauten, Gewohnten vermit­teln, das erfahren wir in Dirk Schindelbecks` ‚Marken, Moden und Kampagnen’. Beim Wiedererkennen bemerken wir, wieviel Speicherplatz Reklame in unserem op­tischen Gedächtnis belegt.“

Christoph Albrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. November 2003
„Seine Geschichte des Konsums in Deutschland hat Dirk Schindelbeck im wesentli­chen in die fünf Nachkriegsjahrzehnte eingeteilt. In den fünfziger Jahren ging aus dem „Nachholkonsum“ die „Anschaffungskultur“ hervor, in den sechziger Jahren steigert sich der Überfluss bereits zum „Konsumterror“, die siebziger Jahre suchen alternative „Lebensqualität“, die „Systemveränderung“ erproben die Deutschen in flexiblen „Wohnlandschaften“, die achtziger Jahre erfinden den Erlebniskonsum, getaktet von Swatch-Uhren, die von vorn herein als Sammlerobjekte vermarktet wer­den….“

Thomas Wägenbaur, www.parapluie.de, 25. November 2003
„So knapp die Interpretationen dieser Revue und Erzählung dann ausfallen, so tref­fend beschreibt Schindelbeck die jeweilige Wirtschaftsordnung als Kommunikations­system, für das Werbung symptomatisch war und noch heute Auskunft gibt über die jeweilige gesellschaftliche Verfassung weit über die Produkte hinaus.“

Herbert Heinzelmann, Nürnberger Zeitung vom 27. November 2003
„…. So hat der Leser zwei Erlebnisse, wenn er das Buch ‚Marken, Moden und Kam­pagnen’ von Dirk Schindelbeck durchblättert: ein nostalgisches beim Anblick der vielen Anzeigen, Plakate und Modelle aus beinahe 100 Jahren deutscher Konsumge­schichte – und ein Bildungserlebnis, beim Einsortieren der Reklamesignale in das sonstige Geschehen der vergangenen Zeit. Die „illustrierte deutsche Konsumge­schichte“ ist ein schönes Buch, das nützt und gefällt und dessen Textteil prägnant und verständlich ist. Schließlich kann es nichts schaden, wenn man Reklame gleich­zeitig schaut und durchschaut. Wenn man sich schon verführen lässt, sollte man doch wenigstens wissen, warum man den Lockungen verfällt.“

Ulrike Gruska, Berliner Zeitung, 2. Dezember 2003
„Der Freiburger Kulturwissenschaftler hat in seinem Buch kleine, fast vergessene Details gesammelt und so eine deutsche Konsumgeschichte zusammengetragen: Vom Wohlgefühl der Perlonzeit bis zur Wiedervereinigung im Warenrausch…“

Annette Hoffmann, Kultur Joker, Freiburg, Dezember 2003, S. 26
„Vor allem die unverblümte Übertragung von Prinzipien der Werbebranche auf den Wahlkampf der Nachkriegszeit ist kenntnisreich geschrieben und überrascht in ihrer Unverblümtheit… Es gibt viel Realsatirisches in Schindelbecks Buch zu finden, etwa die Werbung für Soft-Eis: ‚Das Selbstbereiten dieser kleinen Köstlichkeit bringt viel Freude und Anerkennung’, oder die Anleitung zum latenten Alkoholismus: ‚und für weitere Millionen in Deutschland wird das tägliche Gläschen Picon zum goldenen Takt im Rhythmus des Lebens.’ Das verlorene, aber viel beschworene öffentliche Vertrauen in die Ware ist nicht darunter, führt Schindelbeck doch die vielen Täu­schungsmanöver der Texter und Fotographen vor, sei es die Verformung des Frau­enkörpers in einen erigierten Penis oder die Umbenennung des Fisches Köhler in Seelachs. Alles Schmu, aber mit viel Witz und Wiedererkennungseffekt erzählt.“

Michael Prellberg, Financial Times Deutschland, 16. Dezember 2003
„Wegzehrung bietet der Rückblick… auf die Konsumgeschichte Deutschlands, der Weg vom Produkt zur Marke im dichten Gewand positiv besetzter Assoziationen (Qualität, Verlässlichkeit, Geschmack oder Coolness). Image nennt sich dieses Kleid. Dirk Schindelbeck zeichnet die Stationen vom “Nachholkonsum” bis zum “Konsumterror” reich bebildert nach und unterlegt sie mit klugen Texten zu den Wünschen und Träumen der Deutschen.“

lexikon.izneynews.de
„…Dabei macht der Werbehistoriker dem Leser den Einstieg denkbar einfach. Seine Texte und Bilder treffen direkt auf eigene Erinnerungen, so dass man sofort und ohne Vorbildung weiß, worum es geht. Was aber noch viel wichtiger ist: Der tägliche Blick auf Plakate, Anzeigen und Spots unserer Tage war noch nie so spannend, unterhaltsam und entwaffnend wie nach dieser Lektüre. Allen Zeitgenossen zwischen 16 - 86 Jahren wärmstens empfohlen.“

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Montag, 13. Juli 2009 10:55
Themengebiet: Publikationen