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Dirk Schindelbeck » Blog Archiv » Pampers

Pampers

Lemma [Nominale Wortbildung aus engl. to pamper = verwöhnen, verhätscheln]

Definition: Markenname der zur Gattungsbegriff gewordenen Höschen-Wegwerfwindel

Inhaltsverzeichnis
Die Erfindung der Marke
Produktverbesserungen und -diversifizierungen
Einwegwindeln versus Stoffwindeln - eine Bilanz
Weiterführende Literatur
Weblink

Die Erfindung der Marke

Schon 1946 hatte die amerikanische Unternehmerin Marion Donovan (1917-1998) den „Boater”erfunden, eine Einmalwindel, die ab 1949 erhältlich war und durch eine Überhose aus Fallschirm-Nylon und Druckknöpfen zusammengehalten wurde. In den frühen fünfziger Jahren gab es in den USA auch Einwegwindeln unter Markennamen wie Chux oder Dryper. Ihr Marktanteil blieb jedoch stets unter einem Prozent, da sie wenig Nässeschutz und Tragekomfort boten und allenfalls als Notlösungen für die Reise galten.
Erst durch Victor Mills (1896-1997), der bei Procter & Gamble eine leitende Position inne hatte und als Großvater des öfteren mit dem Problem des Windelwechselns konfrontiert war, sollte aus der Produktidee ein erfolgreicher und äußerst profitabler Markenartikel werden. Zu diesem Zweck kaufte P&G 1957 die Chamin Paper Company in Green Bay, Wisconsin. Doch erst nachdem geeignete Maschinen entwickelt und in einer großen Untersuchung Tausende von Müttern befragt worden waren, schienen die Marktchancen für ein solches Produkt trotz latenter Ängste hinsichtlich Hautreizungen gegeben. 1959 wurde die Nullserie auf Testmärkten erprobt. Die Ergebnis war jedoch wenig ermutigend. Die Wegwerfwindel, zum Stückpreis von 10 cts. angeboten, wurde als zu teuer empfunden. Erst bei einem Stückpreis von 6 cts. stellte sich eine ausreichend große Akzeptanz für dieses Produkt ein.
1961 wurden „Pampers” in den USA landesweit einführt; Ende des Jahrzehnts konnte die Wegwerfwindel bereits 25 % Markanteil für sich verbuchen, Mitte der siebziger Jahre waren es schon 50 %, gegen Ende des Jahrzehnts 75 %. Inzwischen hatte P&G allerdings starke Konkurrenz durch Kimberly/Clark bekommen, die ebenfalls Wegwerfwindeln anboten.
Nachdem P&G 1973 in Westdeutschland ein Zweigwerk eröffnet hatte, wurden Pampers auch hierzulande eingeführt. Heute sind Einmalwindeln ein Zehn-Billionen-Dollar-Geschäft. Seither ist Pampers zum Synonym für Wegwerfwindeln schlechthin geworden.

Produktverbesserungen und -diversifizierungen

Die ersten Pampers waren noch sehr unförmig, weil das Ziel, möglichst viel an Feuchtigkeit aufzusaugen, von der Haut fernzuhalten und dadurch Wundreiben zu vermeiden, zu immer dickeren Krepppapier- und Zellstoffpolstern (dem sogenannten Fluff) führte. Erst durch die Entwicklung eines Polymers, das im Windelinneren als Saugkern fungierte, war der Weg zur modernen leichten und immer dünner werdenden Höschenwindel (30 bis 50 g) mit hoher Saugkraft geebnet. Der Saugkern, von den Chemikern Carlyle Harmon und Billy Gene Harper 1966 entwickelt, war die Vorstufe des ab Mitte der achtziger Jahre in Babywindeln standardmäßig eingearbeiteten Superabsorbers. Dieses Material, ein Polyacrylat, nimmt das bis zum Dreihundertfachen seines Eigengewichts an Flüssigkeit auf und gibt diese auch unter Druck nicht ab. Auch nach drei- oder viermaligem Einnässen bleibt die Babyhaut noch trocken.
Heute ähneln sich alle am Markt erhältlichen Höschenwindeln im Aufbau: Sie verfügen im Innern über einen Saugkern, der auf der Innenseiten von einem Trockenvlies und außen von einer Polyethylenfolie überzogen ist. Am Babykörper werden die Windeln mithilfe von wiederlösbaren Klebe- oder Klettverschlüssen fixiert.
Auch die Form der Windelhöschen, die in der Anfangszeit noch weitgehend rechteckig war, hat seit der Einführung der Pampers-Spitzenmarke Luvs 1976 die Form einer Sanduhr; heute bieten fast alle Windelhersteller elastische Bündchen an, die das Auslaufen des Urins zusätzlich verhindern.
Im Laufe der Zeit kamen weitere Verbesserungen hinzu wie eingearbeitete Nässeindikatoren, atmungsaktive Außenhüllen sowie zahlreiche Sondergrößen wie Windeln für Schulkinder (bis zu 35 kg) oder inkontinente Erwachsene.
Die kontinuierliche Reduktion von Volumen und Eigengewicht der Höschenwindeln bei zugleich stark verbesserten Saugeigenschaften haben zudem sich günstig auf Lagerhaltung, Transportkosten und Präsentation am Ort des Verkaufs ausgewirkt.

Einwegwindeln versus Stoffwindeln - eine Bilanz

Heute werden in Deutschland mindestens 80 Prozent aller Babys und Kleinkinder mit Einmalwindeln gewickelt. Obwohl im Laufe der Zeit immer größere Einmalwindeln auf den Markt gebracht wurden, soll sich, Untersuchungen zufolge, der Durchschnittszeitpunkt des Sauber-Werdens dadurch nicht hinausgeschoben haben. Im Hinblick auf Wundwerden, Hautausschlägen oder Pilzbefall hat sich die Wegwerfwindel gegenüber der Stoffwindel als überlegen erwiesen. Weniger eindeutig fällt Umweltbilanz aus. Fallen bei der Verwendung von Stoffwindeln Wasserverbrauch und -belastung durch Waschmittel sowie Energiekosten verstärkt ins Gewicht, so sind es bei Wegwerfwindeln neben dem sichtbaren Müll die Frage der weiterhin nicht befriedigend gelösten Kompostierbarkeit. Wegwerfwindeln bestehen zu 75 % aus Zellstoffflocken und Polymer und zu 25 % aus Klebebändern, Klebstoffen und Polypropylen. Was die Gesamtkosten betrifft, erweist sich die Verwendung von Mehrfachwindeln als etwas günstiger als bei vergleichbaren Wegwerfprodukten.

Weiterführende Literatur:
Oscar Schisgall: Blick nach vorn: Der Aufstieg des Markenartikel-Herstellers Procter & Gamble, Wiesbaden 1985
Alecia Swasy: Soap Operan: the Inside Story of Procter & Gamble, New York 1993
Alecia Swasy: Schwarze Flecken auf weißer Weste: Der Procter & Gamble-Report. Praktiken und Managementmethoden eines der größten Markenartikler der Welt, München 1997
Allyn Freeman/Bob Golden: Post it, Pampers, Melitta & Co. 50 Produkte, die die Welt veränderten, St. Gallen 1998
Davis Dyer, Frederick Dalzell, Rowena Olegario: Rising Tide: Lessons from 165 Years of Brand Building at Procter & Gamble, Boston 2004
Weblink: www.pampers.de

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Autor: Dirk Schindelbeck
Datum: Mittwoch, 24. Juni 2009 7:14
Themengebiet: Konsum & Marken