Autorenarchiv

Literarische Fundstücke

Samstag, 20. Februar 2010 7:17

Unter dem Titel Fundstücke werden literarische Texte eingestellt, die sich im Internet auf den sonst dafür prädestinierten Seiten wie etwa dem Gutenberg-Projekt nicht finden. So werden hier beispielsweise die Satiren des Barockdichters Joachim Rachel (1618-1669) als volldigitalisierte Texte geboten und manches andere mehr. Einen einführenden Text zu diesem fast der Vergessenheit anheim gefallenen Barockdichter finden Sie hier:

Johann Christian Günther: Hochzeitscherz (1719)

David Schirmer: Poetische Rosengepüsche (1657)

Joachim Rachel: Die fünfte Satyra: Vom Gebet

Joachim Rachel: Die vierte Satyra: Die Kinder-Zucht (1664)

Joachim Rachel: Dritte Satyra: Die gewünschte Hausmutter (1664)

Joachim Rachel: Andre (=zweite) Satyra: Der vorteilige Mangel (1664)

Karl Kraus: Die Welt der Plakate (1909), erstmals mit den entsprechenden Abbildungen

Daniel Heinsius: Hylas

Dion Chrysosotomos: Euböische Idylle (demnächst)

Thema: Dokumentationen, Literarische Fundstücke | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Der Machtberater. Eine deutsche Karriere

Freitag, 12. Februar 2010 15:05

Dramatische Ballade

© 2009 Dirk Schindelbeck

Vorbemerkung

Dieses Stück erzählt vom wahnwitzigen Lebenskampf eines Einzelnen gegen „die Masse”. Von seinen abgrundtiefen Verletzungen in Schule und Militär durch den rigiden Drill im deutschen Kaiserreich. Von den neuen Möglichkeiten in den zwanziger Jahren, durch Werbung auf „die Masse” langfristig einzuwirken. Von seinem sich entwickelnden Größenwahn, als eine Art Machiavelli des 20. Jahrhunderts auch politisch-propagandistisch wirken zu wollen und zu können. Vom totalen Scheitern seiner in den fünfziger Jahren als überholt geltenden Beeinflussungsmethoden. Schließlich von dem, was unter Markentechnik und Markenführung noch heute mit seinem Namen verbunden wird.

Hans Domizlaff (1892 - 1971), der in Werbefachkreisen als „Urfaust der deutschen Werbung” nach wie vor Kultstatus genießt, ist der größeren Öffentlichkeit bis heute unbekannt geblieben. Als Werbeberater gab er sich nie damit zufrieden, nur nachgeordneter Dienstleister seiner Auftraggeber zu sein, sondern pochte stets auf die fundamentale Bedeutung wirkungsvoller Massenkommunikation - nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Institutionen, Kirchen oder Staaten. [weiter...]

Thema: Bühnenwerke | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Die neue Eleganz - der Modezeichner Gerd Grimm (1911 - 1998)

Donnerstag, 4. Februar 2010 12:17

© 2010 Dirk Schindelbeck

Werkausstellung Gerd Grimm

im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe

vom 11. Februar bis 5. April 2010

Weitere Informationen und vor allem mehr Bildmaterial finden Sie auf den Seiten der  grimm-foundation, die auch Allein-Inhaberin aller Rechte am Gesamtwerk von Gerd Grimm ist.


Gerd Grimm

Stationen im Leben eines Modezeichners - ein Porträt

Gerd Grimm im Jahr 1954

Gerd Grimm im Jahr 1954


1  Renaissance der Modezeichnung

2 Ein Modezeichner aus Deutschland

3 Uneitel und arbeitsbesessen

4 Überleben als „Halbjude” in der NS-Zeit

5 Neue Perspektiven nach dem Krieg

6 Als Gebrauchsgrafiker im Wirtschaftswunder-Deutschland

7 Das Reval-Engagement und seine Folgen

8 Weltreisen und Menschenbilder


1  Renaissance der Modezeichnung

Über Jahrzehnte hin schien sich die Modezeichnung als grafische Gebrauchskunst überlebt zu haben. Doch nachdem René Gruau (1909-2004), dem Grafiker Christian Diors, im Musee de la Mode et du Costume in Paris 1989 eine erste Retrospektive gewidmet worden war, ist das Interesse an ihr wieder kontinuierlich angestiegen. Die Ausstellung damals vermochte nicht nur erstmals Profil und Qualität eines Werbegrafikers einem größeren Publikum vor Augen zu führen, „sondern dokumentierte auch die Wertschätzung der Mode und ihrer Darstellung im Bild als Kunst.” (Birgit Liesenklas) Heute kann man von einer kleinen Renaissance der Modegrafik sprechen.

Gerd Grimm: Modezeichnung (1950)

Gerd Grimm: Modezeichnung (1950)

Bereits in den neunziger Jahren tauchten auch wieder verstärkt Modegrafiken in Werbeanzeigen auf. Zwar wolle, wie Donald Schneider, Artdirector bei Paris Vogue, feststellte, das Publikum stets das reale Kleidungsstück sehen, wozu seit Jahrzehnten die Fotografie das adäquate Mittel zu sein schien: „Wenn es jedoch darum geht, eine Einstellung oder einen Stil auszudrücken, dann stellen Zeichnungen ein ebenso effektives Kommunikationsmittel dar. Und da es so lange vernachlässigt wurde, wirkt es nun frisch und unverbraucht, fast wie eine ‚neue Darstellungsart’”.

Gerd Grimm: Modegrafik (1950)

Gerd Grimm: Modegrafik (1950)

Natürlich haben auch Modezeichnungen in erster Linie mit Kleidung zu tun, aber es geht dabei längst nicht nur um „Stoffe”. Eine Modezeichnung fängt auch die Haltung, die Lebenseinstellung und die Stimmung ein, sei es ohne Hintergrund oder in einer betont modischen Umgebung oder einfach nur andeutungsweise. Eine Modezeichnung ist suggestiv, anregend. So verstanden, präsentiert sich Mode als romantische Fiktion, die uns verblüfft, verzaubert und verlockt, als visueller Luxus.

2 Ein Modezeichner aus Deutschland

Wie die Mode selbst ist auch die Modezeichnung ein internationales Phänomen, das im Umfeld der großen Modemetropolen wie Mailand, New York oder Paris gedeiht. Vor allem Paris mit seiner Haute Couture bot als genius loci dazu von jeher ideale Voraussetzungen. Und nur hier konnte René Gruau zusammen mit Christian Dior groß und bekannt werden.

Solche Rahmenbedingungen hatte ein Gerd Grimm nie, obwohl auch er als einer der Großen seines Faches gelten darf - neben George Lepape, Paul Iribe, Jean Patou oder Elsa Schiaparelli. Für den deutschen Sprachraum kann er sogar als singuläre Erscheinung gelten. Branchenkenner und Kollegen haben das stets erkannt. Schon 1951 schrieb Eberhard Hölscher in der Fachzeitschrift „Graphik”, Grimm gehöre „zu jenen wenigen deutschen Gebrauchsgrafikern, die sich mit Sicherheit auf dem internationalen Parkett zu bewegen verstehen.” Und die Modezeichnerin Gi Neuert bekannte: „Wir bewunderten seinen Strich, seine Eleganz und Leichtigkeit”. Dennoch ist Gerd Grimm der breiteren Öffentlichkeit bis heute so gut wie unbekannt geblieben. Warum?

Gerd Grimm: Akt (1990)

Gerd Grimm: Akt (1990)

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Thema: Reklame & Werbung | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Später Frühling

Dienstag, 2. Februar 2010 14:51

© 2010 Dirk Schindelbeck

Du selbst wirst nie mehr Frühling sein; du gehst
dafür durch jeden Frühling intensiver.
Magnolienblüten fallen dir lasziver
als je zuvor in deinen Weg. Du flehst

um Gottes willen keine Mächte an, verstehst
viel besser, was in dir jetzt auflebt, offensiver
gibst Du dich dem hin was da komme - positiver
ist keine Haltung denkbar, wie Du’s drehst.

So kann der Frühling wüten. Klar: ein Bube.
Du kennst ihn lange, weißt wie er sich anschleicht
und zwinkerst mir nur zu (der sich dir angleicht):

Hallo, ihr Reifen, haucht der Gute generös
und drückt mit Macht auf seine Blütentube.
Drück zu, wir dauern: frühlingsgierig und -porös.

Thema: Sonettwelt | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Begrüßungsgeld

Dienstag, 12. Januar 2010 16:07

Wie der Kanzler Weltgeschichte machte

© 1994 Dirk Schindelbeck

Abfüllstation für Begrüßungsgeld: in den Trabi

Begrüßungsgeld: in den Trabi

Aber Kohl, der Kanzler, der stets seine Stimmungsberater
Aufmerksam angehört hatte, verfolgte, historisch sensibel,
Diese Massenerregung. Er schaute nur in die Gesichter,
Menschenkenntnis braucht’ es kaum, die Mangelsyndrome
Standen auf diesen Mienen nur allzu deutlich geschrieben;
Zwangsläufig fiel der Beschluss, die aufgestauten Gefühle
Nicht sich selbst zu überlassen. Die Stunde war günstig,
Und erfahren der Kanzler, gestählt in vertrackten Debatten,
Ausgepfiffen so oft von wüsten Chaoten, er wusste,
Wie man Stimmung macht und die schwankende Meinung der Menge
Auf das eigene Konto bucht. Mit einskommasechs Milliarden
D-Mark Begrüßungsgeld, ein winziger Posten im Haushalt,
Ließ sich diesen Leuten ein Leben in Freiheit und Wohlstand,
Wie auf Rosen gebettet, versprechen. Und dies Pro-Kopf-Geld,
Einhundert D-Mark, wahrlich, das ließ sich keiner entgehen:
„Let’s go west!” und en masse. Die Kerzen-Helden, sie kamen,
Schichteten Opas und Enkel bis unter das Dach ihrer Trabis,
Steckten singend im heitersten Stau der deutschen Geschichte,
Fielen ein in westdeutsche Städte und staunten mit großen
Kinderaugen und streunten durch glitzernde Einkaufspassagen
Zwischen riesigen Warenbergen hindurch, und man hörte
Immer wieder nur eins: „Wie wurden wir alle betrogen!”
Preisen wir also, so preiswert sie war, die rühmliche Handlung,
Das Begrüßungsgeld. Es wärmte für Tage die Herzen
Zwischen Deutschen Ost und West, in der kurzen Berührung
Waren die Hand des Gebers und die des Nehmers verschmolzen
Fast wie im Sozialismus, in seinen schönsten Symbolen.
Weihnachten kam, und es weinte ein völlig verwandeltes Deutschland:
„Weltniveau!” verzeichnet sprachlos das Buch der Geschichte.

(Vgl. auch die Langversion im Lehrgedicht “Niemand ist besser für Deutschland” sowie den Sachtext “Jeder bringt noch einen mit…” Die Leipziger Montagsdemonstrationen und der Prozess der deutschen Wiedervereinigung - ein massenpsychologisches Lehrstück), ebenso die Installtionen “kanzlerfuge” als auch die gesamte Ausstellung “Poetische installationen/Lyrik als Skulptur”

Thema: Deutschlandgedichte | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Air France 447

Montag, 11. Januar 2010 11:01

© 2010 Dirk Schindelbeck

Jemand bemerkte
für einen kurzen Moment
in den Augen der Stewardess
ein unsicheres Flackern    Dann
vergaß er es wieder
bei einem Getränk

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Thema: Liebe et al | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Credo: ich glaube (an Kredit)

Montag, 4. Januar 2010 14:35

© 2009 Dirk Schindelbeck

Die Zeit schreit nach Kredit. Der Mensch soll glauben,
was Banker ihm an Zukunftsbildern malen,
Vertrauen geben und dafür bezahlen.
Den schönen Glauben werden sie nicht rauben.

Sie schätzen Bonität, nicht das Bonmot.
Bonmots sind wichtig für die Volksvertreter
zu Wahlkampfzeiten und auch sowieso.
Ach wären doch die Banker Bonitäter!

Dann würd’ ich dies Gedicht beleihen. So
könnt’ ich mein Häuschen halten und den Garten,
und seine Weisheit würd’ sich noch verzinsen…

Ich trage mein Gedicht zur Bank. Man lässt mich warten.
“Wo liegt die Sicherheit?” Ich sage: „Im Bonmot!”
Ich seh’ die Banker nur noch schallend grinsen.

Eine leicht verständliche, da visualisierte, Darstellung der internationalen Kredit-Krise (engl.) finden Sie hier.

Thema: Deutschlandgedichte | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

2009 als Lehrgedicht, inkl. Bundestagswahl, Wirtschaftskrise und Jahrestag des Mauerfalls

Dienstag, 29. Dezember 2009 6:45

(Langfassung von “Niemand ist besser für Deutschland!”)

© 2009 Dirk Schindelbeck

“…Omnia Nemo potest. Nemo sapit omnia per se.

Nemo manet sempre. Crimine Nemo caret.

Niemand kann alles, es weiß von selber Niemand auch alles,

Niemand bleibt ewig bestehn. Niemand auch ist ohne Fehl.”

(Ulrich von Hutten: Ille ego sum nemo… Jener Niemand bin ich… 1509/1517)[1]

I.

Wahlblasen

Niemand spricht hier, kein Mensch! Es schickt ein riesiger Rechner,

worauf er Zugriff hat aus dem Speicher, in endloser Schleife

Bilder- und Audiodaten ins weltweite Netzwerk, gebündelt

und in bestechender Qualität - und in Millisekunden

steht die Botschaft auf sämtlichen Bildschirmen draußen im Lande,

wo sie auf Netzhäute trifft, in Hirne und Seelen sich festsetzt,

wo sie jetzt wirken könnte, wenn - indessen bleibt’s ruhig.

Niemand widerspricht. Es bleibt alles ruhig an diesem

Abend, wie auch am Abend zuvor, in den Wochen und Jahren.

Niemand fühlt sich betroffen, die Sendung, das zeigen

deutlich die Einschaltquoten seit Jahren, wird gerne gesehen:

„Melodien für Millionen”, vermischt mit den Sprüchen der Werbung:

„Alles super!”, „Nichts ist unmöglich!”, „Heute ein König!”.

Ruhig verläuft der Abend, die Botschaft verteilt sich wie Feinstaub

gleichmäßig über das Land, ein Mehltau, den niemand mehr wahrnimmt.

Nur ein paar Techniker kontrollieren den Ablauf der Sendung,

während jene, die für den Inhalt verantwortlich zeichnen,

ihre Freizeit genießen in Miami oder San Remo. [weiter...]

Thema: Balladen/Eklogen, Deutschlandgedichte | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Massenvariationen

Donnerstag, 24. Dezember 2009 8:32

eine experimentelle Textfolge als Langzeitprojekt

in memoriam Frank-Dieter Männel (1950-2005)

© 1973 - 2010 Dirk Schindelbeck

Dieses Projekt einer soziologisch-philosophischen Prosa-Dichtung wird kontinuierlich fortgesetzt. Als erster Text wird heute die Keimzelle aus dem Jahr 1973 ins Netz gestellt.

1

Furcht und Zittern

Zwei Einzelne kamen an der Masse vorbei.
„Sieh, wie groß sie ist!”, sagte der eine.
„Du meinst, die Körper in ihrer Unzahl nebeneinander macht sie so groß…”, verbesserte der andere.

In der Tat war sie so groß, dass selbst der sonst hohe, friedliche Himmel vor ihr zurückwich.
Gestand der eine: „Meine verschämten Augen verstecken sich vor ihrer Weite. Aber warum nur ist so dünn? Wie ein endloser, riesiger Pfannkuchen erscheint sie mir.”

Sie stiegen einen kleinen Hügel hinan und schauten von dort über die Masse hinweg.
Nickte der andere: „So groß ist sie und doch so dünn und niedrig.” - „Ja, niedrig, wirklich, das ist sie, groß und dabei niedrig.”

Die Masse, die bis dahin belustigt zugehört und des öfteren überlegen hatte, wurde sehr zornig und streckte nun viele tausend drohender Finger ihnen entgegen, und böses, unruhiges Blut wuchs schnell in ihr, sodass die beiden Einzelnen ihre Beine nicht verleugnen konnten.

Die riesige Masse schwappte noch hinter ihnen her, entließ sie doch dann, zäh und träge, da sie spürte, dass ihrer Pfannkuchenoberfläche Gefahr drohte, einzureißen. Später erkaltete sie mehr und mehr und war bald eingeschlafen.

Lange noch pochte es in den Einzelnen fort.

Thema: Kurzgeschichten | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Propaganda mit Gummiballons und Pappraketen

Montag, 14. Dezember 2009 16:53

Zum deutsch-deutschen Flugblattkrieg nach dem Bau der Mauer

© 1995 Dirk Schindelbeck

Im Sommer 1959 fuhr ich - sieben Jahre alt - mit meinen Eltern nach West Berlin, um einen Onkel zu besuchen. So gründlich meine Erinnerungen an den Aufenthalt auch verblasst sind, die obligatorische Stadtrundfahrt, die natürlich auch in den damals noch nicht abgetrennten Ostteil der Stadt führte, ist mir noch heute präsent. Als wir die Sektorengrenze passiert hatten und an den ersten grauen Häuserblocks vorbeifuhren, platzte ich ungeduldig heraus: „Und wo sind die Russen?“ Die Erwachsenen im Bus lachten. Ihre unvermutete Reaktion erweckte in mir die Lust, das Spielchen zu wiederholen, und bald hieß es an jeder dritten Straßenecke: „Wann kommen denn endlich die Russen?“

Bundeswehr-Propaganda-Ballon wird mit Gas befüllt (Quelle: Bundesarchiv-Militärarchiv)

Bundeswehr-Propaganda-Ballon wird mit Gas befüllt (Quelle: Bundesarchiv-Militärarchiv)

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Thema: PR & Propaganda | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck