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Dirk Schindelbeck » Literarische Fundstücke

Archiv der Kategorie: 'Literarische Fundstücke'

Literarische Fundstücke

Sonntag, 20. Dezember 2009 7:17

Unter dem Titel Fundstücke werden literarische Texte eingestellt, die sich im Internet auf den sonst dafür prädestinierten Seiten wie etwa dem Gutenberg-Projekt nicht finden. So werden hier beispielsweise die Satiren des Barockdichters Joachim Rachel (1618-1669) als volldigitalisierte Texte geboten und manches andere mehr. Einen einführenden Text zu diesem fast der Vergessenheit anheim gefallenen Barockdichter finden Sie hier:

Johann Christian Günther: Hochzeitscherz (1719)

David Schirmer: Poetische Rosengepüsche (1657)

Joachim Rachel: Die fünfte Satyra: Vom Gebet

Joachim Rachel: Die vierte Satyra: Die Kinder-Zucht (1664)

Joachim Rachel: Dritte Satyra: Die gewünschte Hausmutter (1664)

Joachim Rachel: Andre (=zweite) Satyra: Der vorteilige Mangel (1664)

Karl Kraus: Die Welt der Plakate (1909), erstmals mit den entsprechenden Abbildungen

Daniel Heinsius: Hylas

Dion Chrysosotomos: Euböische Idylle (demnächst)

Thema: Dokumentationen, Literarische Fundstücke | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Karl Kraus und die Reklame

Montag, 14. Dezember 2009 9:58

© 2009 Dirk Schindelbeck

Womöglich wird sich manche(r), dem/der der berühmte Text von Karl Kraus „Die Welt der Plakate” (1909, in: ders.: Grimassen, Ausgewählte Werke, Bd. 1, Berlin 1971, S. 232-237) schon einmal begegnet ist, gefragt haben, was Karl Kraus damals eigentlich vor sich gesehen hat, als er diese Satire zu Papier brachte. Dass er sich auf reale Werbebotschaften seiner Zeit bezog, daran besteht kein Zweifel, um “Plakate” allerdings in unserem Verständnis des Wortes handelte es sich keineswegs. Es waren Zeitungsinserate, von denen im Folgenden einige an die entsprechende Stelle in den Text eingestellt werden. Somit entsteht einerseits ein plastisches Bild der Anzeigenkultur jener Zeit, andererseits dürfte die Bildstrecke heutigen Lesern den Zugang zum Text erleichtern.


Karl Kraus: Die Welt der Plakate (1909)

„Als man anfing, das geistige Leben in die Welt der Plakate zu verbannen, habe ich vor Planken und Annoncentafeln kaum eine Lehrstunde versäumt. Und lange ehe ich das Wesen des Plakats als die Empfehlung einer Ware erkannte, empfand ich es als eine Warnung vor dem Leben. Ich wusste bald um den Stand des Geistes Bescheid. Mit der Offenbarungskraft eines Erlebnisses wirkte es auf mich ein, als ich einmal in einem Schaufenster die Darstellung zweier Männer sah, deren einer sich mit seiner Krawatte plagte, während der andere triumphierend daneben stand, auf sein fertiges Werk zeigte und schadenfroh rief: „Aber lieber Freund, warum ärgern Sie sich so? Kaufen Sie sich Schlesingers Kragenhalter, der hält Kragen und Krawatte fest!” Dass die Menschheit einen Anschauungsunterricht in diesem Fache nötig habe, bedachte ich nicht. Ich nahm vielmehr an, dass es eine realistische Darstellung sei, dass in der guten Gesellschaft täglich solche Dialoge geführt werden und dass es viele Menschen geben müsse, deren Zentrum jenes Problem ist und deren Leben bloß einen Vorwand bedeutet, um den endlichen Zusammenschluss von Kragen und Krawatte zu erreichen. Und plötzlich sah ich es auf der Straße von solchen Leuten wimmeln, überall sah ich diese Gesichter, den verdrossenen Kämpfer und den fröhlichen Sieger des Lebens, ich lernte den Choleriker vom Sanguiniker unterscheiden, wiewohl beide einen aufgewichsten Schnurrbart und Schnabelschuhe hatten. Den ersten, entscheidenden Eindruck von einer Menschheit also, die in ihrer überwiegenden Majorität aus Ladenschwengeln besteht, empfing ich von jenem Bilde, und mit einem Male war ich es, vor dem sie sich alle zu der Frage einten: Aber lieber Freund, warum ärgern Sie sich so?… [weiter...]

Thema: Literarische Fundstücke | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Joachim Rachel: Vierte Satyra: Die Kinder-Zucht

Freitag, 5. Juni 2009 7:24

(zu dieser Satire Rachels vgl. meine Ausführungen in FORUM Schulstiftung 45)

Was wider Tugend lauft und die Vernunfft kann straffen,
das sehn die Jungen erst von ihren alten Affen.
Hat Fritz die Karten lieb, das Kind weis insgemein,
was Schuppen, Rauten, Klee, was Papst und König seyn.
Verkehret Polus gern, ist klug in allen Tükken,
und kneipt die Würffel wol, das Kind spielt mit den Brükken.
Welch Kind gewehnet sich hernach zum grünen Kraut,
das nichts als Nekkerwein und Wildgebratens schaut:
das von dem Vater sicht, wie er die Schnekken schlinget,
die Spargen halb abbeist, den Stoer zu Tische bringet,
Artschokken Blätter klaubt, das Straußenhirn zerbricht,
die Karpenzunge sucht, die rohen Austern sticht? [weiter...]

Thema: Dokumentationen, Literarische Fundstücke | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Andere (=zweite) Satire: Der vorteilige Mangel

Montag, 11. Mai 2009 7:38

vgl. auch meine Ausführungen zu Joachim Rachel (1618 - 1669) in FORUM Schulstiftung 45

Gleich wie ein reifes Obst mit süß und saur vermenget,
so ist des Menschen Lust mit Bitterkeit gesprenget.
Wer gern den Honig klaubt und schöne Rosen bricht,
muss leiden, dass der Dorn und dass die Biene sticht.
Und wie ein trefflich Bild nicht nach dem Leben stehet,
es sei denn durch die Kunst mit Schatten recht erhöhet,
so kann auch keine Lust noch Freud empfindlich sein,
sie sei denn nach der Maß gemildert durch die Pein.
Wie kann des Menschen Herz doch größer Lust empfinden,
als Amors süße Glut, wenn Herzen sich verbinden,
in Zweien eins zu sein? Noch sieht man in der Tat,
dass dieser Honigseim auch etwas Galle hat.

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Dritte Satire: Die gewünschte Hausmutter

Samstag, 11. April 2009 8:13

von Joachim Rachel (1618-1669)


Wer mit dem ersten Spieß[1] hat lang genug gerennet,
und endlich nun sich selbst und seine Torheit kennet,
wer viermal ungefähr erreichet sieben Jahr,
der sucht ein eignes Nest, und nehme fleißig wahr,
was seinem Bette dient. Die Philomela[2] singet,
wann uns der kühle Lenz die ersten Blumen bringet.
Sie lebt in Fröhlichkeit, fliegt lustig hin und her,
als wenn kein Vogelstrick, noch Katz und Sperber wär,
Wenn aber nun das Licht der Sonnen höher steiget,
der Lenz gibt gute Nacht, und Ceres[3] schon sich zeiget,
so ist der Frühlings-Tanz, die Lust, das Singen aus,
sie trägt ein Sträuchlein zu, und baut ihr kleines Haus.
Sie legt zu rechter Zeit, sie hecket ihre Jungen,
sie speist und nähret sie: da wird nicht mehr gesungen.
Kein Wind- noch Saitenspiel, kein süßer Lautenklang
erweckt das erste Licht, der Jugend Lustgesang.

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Hylas

Mittwoch, 4. März 2009 18:59

Elegie 3

von Daniel Heinsius (1580-1655)

Cum Venus occultis Cinyridae saucia curis,
furtivo domini surgeret c thalamo,
languida nox prono factura silentia mundo
stillabat madidis roscida sideribus.
ridebant valles, ridebant obvia Tempe:
in florem viridis protinus ibat humus.
parvus Amor iunctos aurigabatur olores,
percutiens geminis colla papaveribus. [weiter...]

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Fünfte Satire: Vom Gebet[1]

Sonntag, 4. Januar 2009 11:19

von Joachim Rachel (1618-1669)

Sei fröhlich, O Makrin[2]! Halt diesen Tag in Ehren,
der deiner Jahre Zahl von neuen wird vermehren.
Gib Dank und Opfer her, bring nur ein Nössel [3]Wein,
mit unserm Schaden will Gott nicht gedienet sein.
Ein heiliges Gebet, das nach dem Geiz nicht schmecket,
sticht hundert Ochsen aus: du trägest unverdecket
den Wunsch des Herzens an: bringst alles deutlich vor
und raunest insgeheim den Göttern nicht ins Ohr,
wie sonsten wohl geschieht. Ist jemand da zugegen,
so ruft man laut heraus: Gib nur in allen Wegen,
o Jupiter, ein Herz, das dir zu Dienste sei,
mit Schanden unbefleckt, genugsam, redlich, treu,
dem Geiz und Wucher feind. Das geht aus vollem Rachen,
inwendig aber spricht das Herz von andern Sachen
und murmelt bei sich selbst: O dass das gute Glück
mir an Dukaten geb einhunderttausend Stück! [weiter...]

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