Archiv der Kategorie: 'Dokumentationen'

Hylas

Mittwoch, 4. März 2009 18:59

Elegie 3

von Daniel Heinsius (1580-1655)

Cum Venus occultis Cinyridae saucia curis,
furtivo domini surgeret c thalamo,
languida nox prono factura silentia mundo
stillabat madidis roscida sideribus.
ridebant valles, ridebant obvia Tempe:
in florem viridis protinus ibat humus.
parvus Amor iunctos aurigabatur olores,
percutiens geminis colla papaveribus. [weiter...]

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David Schirmer

Mittwoch, 4. März 2009 15:41

Aus: Poetische Rosengepüsche (1657), 3. Teil

David Schirmer war Dresdner Hofdichter und Bibliothekar
(29. Mai 1623 Pappendorf bei Freiberg/Sachsen – 12. August 1687 Dresden)

Das dritte Buch von Schirmers Poetischen Rosen-Gepüsche von 1657 enthält einen Zyklus von 60 Sonetten. Da die Drucker seinerzeit oft recht schlampig arbeiteten, ist die Zählung der Gedichte fehlerhaft, mal fehlt ein Wort, eine Zeile, einmal sogar ein ganzes Gedicht (Nr. 49). Die Originalorthografie wurde beibehalten. [weiter...]

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Stoetzners Rede “The coming battle of human minds”

Dienstag, 3. Februar 2009 18:14

Am 2. Februar 1943 hielt der in die USA emigrierte ehemalige Anzeigenleiter der Frankfurter Zeitung, Dr. Eric Woldemar Stoetzner in Philadelphia folgende hier im Original-Wortlaut wiedergegebene Rede. Sie kann als der früheste Versuch eines Re-education-Konzepts interpretiert werden, wie mit den Menschen im besiegten Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg umzugehen sei.

Mehr Hintergrundinformationen dazu finden Sie in meinem Buch “Marken, Moden und Kampagnen”. Teile davon stehen auch als pdf-file zum direkten Download zur Verfügung. Zu Eric Woldemar Stoetzner vgl. auch den Text “Deutsch-amerikanischer Januskopf” von Rainer Gries und mir in “Das Parlament” stoetzner3551


The Coming Battle of Human Minds

(Quelle: Horst Fischer: Die Stoetzner-Story, München 1986, S. 161ff.)

We are all well aware of three dimensions of the present world wide conflict: the dimension of land and the battles that are occurring there; the dimension of the seas, and the hard fighting on and under the waters; and the third dimension of the air.
But there is a fourth dimension a fourth front of this war which we do not so easily recognize. It is the so called propaganda front, the front of human minds.
This is a front where the conflict will be most severe after the other three fronts have been won and the battles there have ceased.
This is the front where we must fight for a mutual understanding between ourselves and our defeated enemies if the peace which follows is to last.
It has always taken great effort for people on this side of the Atlantic to understand Europe even in normal times. Such understanding has become more difficult now after totalitarian propaganda has upset all values and proportions on the Continent.
Reports from Europe and from this country, too, indicate there is one recurring question:
“What about Germany after the War?”

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Fünfte Satire: Vom Gebet[1]

Sonntag, 4. Januar 2009 11:19

von Joachim Rachel (1618-1669)

Sei fröhlich, O Makrin[2]! Halt diesen Tag in Ehren,
der deiner Jahre Zahl von neuen wird vermehren.
Gib Dank und Opfer her, bring nur ein Nössel [3]Wein,
mit unserm Schaden will Gott nicht gedienet sein.
Ein heiliges Gebet, das nach dem Geiz nicht schmecket,
sticht hundert Ochsen aus: du trägest unverdecket
den Wunsch des Herzens an: bringst alles deutlich vor
und raunest insgeheim den Göttern nicht ins Ohr,
wie sonsten wohl geschieht. Ist jemand da zugegen,
so ruft man laut heraus: Gib nur in allen Wegen,
o Jupiter, ein Herz, das dir zu Dienste sei,
mit Schanden unbefleckt, genugsam, redlich, treu,
dem Geiz und Wucher feind. Das geht aus vollem Rachen,
inwendig aber spricht das Herz von andern Sachen
und murmelt bei sich selbst: O dass das gute Glück
mir an Dukaten geb einhunderttausend Stück! [weiter...]

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Hochzeitscherz

Freitag, 2. Januar 2009 11:26

Johann Christian Günther (1695-1723)
(nach Anleitung des Lateinischen aus dem Johannes Secundo)

Da habt ihr die Zeugin vorn ewigen Bunde,
Da kommt nun, da ist nun die selige Stunde,
Da schickt sie die Vorsicht, da wälzt sie der Lauf
Des milden Gestirnes von Osten herauf,
Die Stunde der Wollust, die Freundin vom Lachen,
Die Mutter voll niedlich und kützlicher Sachen,
Die Stunde, worinnen die reichliche Glut
Die Schätze der flüchtigen Jugend vertut,
Die Stunde, worinnen Umarmung und Schmeicheln,
Behagliches Schäkern, empfindliches Heucheln [weiter...]

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Daniel Czepko von Reigersfeld: Das Leben ist ein Schauspiel

Dienstag, 11. November 2008 8:16

Was ist dein Lebenslauf und Tun, o Mensch? Ein Spiel.
Den Inhalt sage mir? Kinds, Weibs und Tods Beschwerde
Was ist es vor ein Platz, darauf wir spieln? Die Erde.
Wer schlägt und singt dazu? Die Wollust ohne Ziel. [weiter...]

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