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Dirk Schindelbeck » Kurzgeschichten

Archiv der Kategorie: 'Kurzgeschichten'

Zumbiegel und das Alphabet

Mittwoch, 5. Mai 2010 14:17

Akademische Milieustudie

© 2002 Dirk Schindelbeck

Welch schöne Jahre, Jahre des Aufbruchs, der neuen Ideen! Drei Freunde waren sie, angetreten, die wissenschaftliche Welt aus den Angeln zu heben. Heinrich Zumbiegel war einer von ihnen - gewesen. Denn mit den Jahren war Entfremdung eingetreten, und Schuld daran war allein das Alphabet. Niemand hatte seinerzeit mit der Arbeitsgemeinschaft Bütefisch, Schnarrhäuser-Knotenberger und Zumbiegel gerechnet. Auf einmal waren sie da, erregten Aufmerksamkeit in Wissenschaftskreisen. Und nach drei, vier Jahren hatten sie sich einen veritablen Namen erschrieben.

Von da an aber wirkte, unmerklich erst, dann immer machtvoller, das gnadenlose Gesetz des Alphabets. [weiter...]

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Massenvariationen

Donnerstag, 24. Dezember 2009 8:32

eine experimentelle Textfolge als Langzeitprojekt

in memoriam Frank-Dieter Männel (1950-2005)

© 1973 - 2010 Dirk Schindelbeck

Dieses Projekt einer soziologisch-philosophischen Prosa-Dichtung wird kontinuierlich fortgesetzt. Als erster Text wird heute die Keimzelle aus dem Jahr 1973 ins Netz gestellt.

1

Furcht und Zittern

Zwei Einzelne kamen an der Masse vorbei.
„Sieh, wie groß sie ist!”, sagte der eine.
„Du meinst, die Körper in ihrer Unzahl nebeneinander macht sie so groß…”, verbesserte der andere.

In der Tat war sie so groß, dass selbst der sonst hohe, friedliche Himmel vor ihr zurückwich.
Gestand der eine: „Meine verschämten Augen verstecken sich vor ihrer Weite. Aber warum nur ist so dünn? Wie ein endloser, riesiger Pfannkuchen erscheint sie mir.”

Sie stiegen einen kleinen Hügel hinan und schauten von dort über die Masse hinweg.
Nickte der andere: „So groß ist sie und doch so dünn und niedrig.” - „Ja, niedrig, wirklich, das ist sie, groß und dabei niedrig.”

Die Masse, die bis dahin belustigt zugehört und des öfteren überlegen hatte, wurde sehr zornig und streckte nun viele tausend drohender Finger ihnen entgegen, und böses, unruhiges Blut wuchs schnell in ihr, sodass die beiden Einzelnen ihre Beine nicht verleugnen konnten.

Die riesige Masse schwappte noch hinter ihnen her, entließ sie doch dann, zäh und träge, da sie spürte, dass ihrer Pfannkuchenoberfläche Gefahr drohte, einzureißen. Später erkaltete sie mehr und mehr und war bald eingeschlafen.

Lange noch pochte es in den Einzelnen fort.

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Kurz- und Kürzestgeschichten

Samstag, 20. Juni 2009 6:47

In dieser Schublade präsentiere ich Ihnen Kostproben von einigen meiner Kurzgeschichten.

Übersicht

Die schöne Stadt

Irmtrud

Tod der rechten Hand

Auf der richtigen Seite

Der Kapitalismus siegt!

Zumbiegel und das Alphabet

Bei Lehrers zieht der Hamster ein

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Tod der rechten Hand

Mittwoch, 10. Juni 2009 7:10

© 1982 Dirk Schindelbeck

Der Schweiß. Weiß liegt die Hand, flach und warm auf dem Oberschenkel, dem Hosenstoff, einem braunen Cord. Liegt flach. Beginnt zu kreisen, rutscht abwärts, wird hohl, wird rund, umgreift das Knie, hebt einen Finger ab, den kleinen zuerst, dann Ring-, Mittel- und Zeigefinger, lässt sie wieder zurückfallen einzeln, beginnt von neuem eins, zwei, drei, vier, vier, drei, zwei, eins.

Auf die Haut treffen in unregelmäßigen Abständen Licht- und Schattenbänder von fern. Liegt wieder ruhig. Liegt und wartet, wie gespannt auf etwas, das kommt. Gibt sich hin den Schwingungen, dem Rollen und Rauschen des Blutes unter dem Stoff, dem Pochen dort, dem Pochen tief drinnen in ihr. Rutscht plötzlich nach vorn, hängt einen Augenblick frei, wird wieder zurückgezogen vom Arm, legt sich wieder hin wie ein aufgeschreckter Hund, um die Kniescheibe, rund, hohl, feucht von Schweiß. [weiter...]

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Irmtrud

Mittwoch, 10. Juni 2009 7:05

© 1983 Dirk Schindelbeck

Irmtrud begibt sich zu ihrer Freundin. Sie fährt durch die Straßen der Altstadt, mit dem Fahrrad. Trägt flache Schuhe, ein altmodisches Hemd, eine weite Hose. Sie ist so dürr, sie sieht aus wie eine Vogelscheuche. Und die Freundin ist eigentlich gar keine Freundin, sie ist eine Bekannte vom Studium her, die mit ihr lernen will. Irmtrud findet sie nett. Natürlich hat Irmtrud auch Freundinnen. Aber die haben alle keinen Freund. Die Bekannte, zu der sie jetzt fährt, hat einen Freund, lebt sogar mit ihm zusammen.

Irmtrud hört gern klassische Musik. Immer zur selben Zeit im Radio. Und oft danach noch die Literatursendung. Irmtrud ahnt nicht, wie wenig diese Sendungen gehört werden.
Meist isst Irmtrud während der Radiosendung ein Plätzchen. Meist eins, seltener zwei. Eine Rolle Plätzchen reicht ihr eine Woche hin. Sie hält aber immer noch eine Reservepackung in ihrem Schrank. Falls ihre Freundinnen einmal mit ihr die Radiosendung hören sollten. Vielleicht sollte sie die Reservepackung doch in der nächsten Woche anbrechen und durch eine frische ersetzen, sonst werden die Plätzchen noch zu alt.

Ein so kleines Studentenzimmer, wie sie es bewohnt, bei einer älteren Dame, kann man sich gar nicht vorstellen. Aber Irmtrud ist nicht anspruchsvoll, und sie wohnt gern hier, schon im dritten Jahr.

Irmtrud hört auch von Problemen anderer Leute, von Examinierten und Referendaren ohne Anstellung. Irmtrud ist sehr gut, die beste des Semesters. Der Professor hat ihr schon eine Assistentenstelle angeboten, aber sie möchte lieber in den Schuldienst. Eigentlich hatte sie immer Einser, so lange sie denken konnte.

Manche Tage in der Universität mag Irmtrud gar nicht. Tische werden aufgebaut, Versammlungen abgehalten. Es ist dann unglaublich viel Unruhe in den Gängen und Räumen, da kann sie sich nicht konzentrieren.

Einmal hatte ihr Professor sie schon zu sich nach Hause eingeladen, aber dann hatte es sich doch zerschlagen, aus Termingründen. Seitdem weiß sie, wo ihr Professor wohnt, kennt auch die Busverbindung dorthin, es ist außerhalb. Irmtrud erinnert sich genau, wie sie sich für die Einladung bedankte, sie sieht es ganz bildhaft.

Im Radio hört Irmtrud von schlimmen Dingen. Von der Angst der Leute um ihre Arbeitsplätze, von Katastrophen, Kriegen, Wahnsinnstaten aus Leidenschaft. Ihr Professor würde ihr direkt ein Gutachten schreiben. Ein Stipendium wäre bestimmt kein Problem. Es gibt Augenblicke, wo Irmtrud gern wissen möchte, wie zum Beispiel andere Frauen empfinden.

Ihre Freundinnen sind sehr nett, aber über dieses Thema wurde noch nicht gesprochen. Bei der Bekannten aber, zu der sie jetzt fährt, hat sie das Gefühl, das Gespräch könnte einmal darauf kommen, oder - und das wäre ihr im Grunde viel lieber - aus der Art des Gesprächs, aus den Formulierungen könnte sich etwas ergeben oder ableiten lassen. So etwas wie einen Hauch von diesen unbekannten Dingen zu erfahren, das wäre schon viel.

Einmal war der Freund dabei. Da war ihr unbehaglich. Sie wusste nicht, ob sie gehen oder bleiben sollte. Dann ging aber der Freund.

Am wohlsten fühlt sich Irmtrud, wenn etwas Kulturelles dabei ist. Sie hat früher einmal Flöte gespielt. Recht ordentlich sogar. Aber dafür hat sie jetzt wirklich keine Zeit mehr.

Vielleicht hat Irmtrud, sie weiß es wohl selbst nicht so genau, im Geheimen beschlossen, ihre Bekannte zu ihrer Freundin zu machen. Auf einen oben schon vorgelochten, langen schwarzen Pappstreifen, der sich an die Wand hängen lässt, hat sie in regelmäßigen Abständen fünf kleine Schokoladenmarienkäfer geklebt, als eine kleine Geste, wenn man so will, ein Geschenk. Sie freut sich schon jetzt über die Freude ihrer Bekannten.

Nun ist sie bei ihr angelangt, schließt ihr Fahrrad sorgfältig ab. Im Hausflur kommt ihr der Freund entgegen. Wie sie ihn sieht, packt sie die Befürchtung, die Tasche, in der sich das Geschenk befindet, könnte zu Boden fallen und sie verraten, und sie drückt sie heftiger an sich.
Der Freund grüßt nicht einmal. Irmtrud geht die Stiege hinauf.

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Die schöne Stadt

Mittwoch, 10. Juni 2009 7:01

© 1981 Dirk Schindelbeck

In einer Stadt, deren Name nicht überliefert ist, achteten die Bewohner ihre sensiblen Mitmenschen in einer besonderen Weise. Sie ließen sich Ausbildung und Qualifikation dieser Leute viel Geld kosten. Da gab es zum Beispiel diejenigen mit einem besonders feinen Gehör. Diese sah man ihre Ohren intensiv einsetzen und in den U-Bahnen, an Straßenkreuzungen oder an Orten, wo sie es für sinnvoll hielten, in den Parks, in Hauseinfahrten oder in der Nähe von Brücken, lauschen, um Schwingungen und Veränderungen der Umwelt zu registrieren. Andere gab es, die mit geschärftem Blick und großer Hingabe den Himmel beobachteten, die Veränderung der Wolkenbilder, die Formen, Farben und Entfärbungen der Natur im Frühling oder Herbst. Auch vergaßen sie nicht, ihre Mitmenschen, deren Gesten und Bewegungen, Lächeln und Trauermienen zu registrieren. Andere mit besonders empfindlichen Nasen gingen den Gerüchen und Düften nach, erspürten die Aromen der Gemüse und Kräuter auf dem Markt und in den Vorgärten ebenso wie die Konzentration von Schadstoffen und Abgasen: kein leichtes Amt! Wieder andere betasteten die Festigkeit und Dichte von Materialien, und wenn sie meinten, auch Tiere und Menschen befühlen müssen, so taten dies - immer freilich mit großer Zurückhaltung und gebotenem Takt. Auch sie zeichneten ihre Beobachtungen sorgfältig auf. Ein Mal im Monat wurden dann diese Ergebnisse zusammengefasst im Stadtrat vorgetragen und den anderen Einwohnern zugänglich gemacht. Immer wieder brachten die Beobachtungen für alle Stadtbewohner Neues. Es blieb nicht aus, dass mit den Jahren und Jahrzehnten der allgemeine Grad an Kultiviertheit und Sensibilität in der schönen Stadt sehr anstieg. Der Sinn für Kunst und Kultur hatte einen ganz anderen Stellenwert als andernorts, ebenso wie die Empfindlichkeit der Einwohner füreinander ungemein groß war, ihr Engagement für das Gemeinwesen, ihre Fähigkeit, Rücksicht zu nehmen. Es war, als ob die Entstehung eines allgemeinen seismographisch-empfindlichen Organs für alles Geschehen in der Stadt und um sie herum in greifbare Nähe rückte - allein weil man auf das Wissen um die Verflochtenheit aller Dinge miteinander in jedem Einwohner zählen konnte. Immer wieder hörte man sagen: „Die nützlichsten sind die, welche herumgehen und sensibel registrieren: Sie verhindern den Krieg!”

Thema: Kurzgeschichten | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Auf der richtigen Seite

Mittwoch, 10. Juni 2009 6:53

© 1982 Dirk Schindelbeck

Die Bewerber sind im großen Foyer des Hauptgebäudes versammelt. In Fällen, wo sich - wie hier - Gruppen bilden, hat der Pförtner stille Anweisung, noch eine viertel Stunde hingehen zu lassen, damit auch die Verspäteten nicht ohne Chance wieder davongehen müssen. Doch das wäre unnötig gewesen, da sich niemand verspätet hat. Einige Sekretärinnen, einige Herren gehen durch das Foyer, den Pförtner grüßend, zu den Aufzügen hinüber. Manche der Damen lächelt die Bewerber an, die Herren ignorieren sie.

Der Pförtner ist etwas ungeduldig. Gern würde er sein zweites Frühstück einnehmen, doch das Raunen und Gemurmel der vielen Leute stört ihn. Da lässt er es lieber. Auch die Telefongespräche, die er annimmt und vermittelt, sind der Unruhe, die von den Leuten ausgeht, ausgesetzt. Dabei ist heute seltsamerweise wenig zu tun, und er könnte im Grunde gemütlich in seiner Loge sitzen bleiben und abwarten. Doch die Zeit vergeht, auch diese Zeit vergeht, und, da der Pförtner zur Uhr sieht, ist er schon etwas erleichterter, denn es sind nun kaum mehr fünf Minuten, bis er die Bewerber, wie in solchen Fällen üblich, in den 11. Stock, die Personalabteilung, schicken wird. Es fehlt nur noch der bestätigende Anruf von oben. Der Pförtner ist aufgestanden, er macht ein paar Schritte hin und her in seiner Loge. Zeitung mag er nicht lesen, rund so fällt sein Blick erst selten, bald unweigerlich öfter und intensiver auf die Bewerber. Auch sie alle tragen Anzüge, und sie haben, soweit er das sehen kann, ihre Haare gewaschen. Nein, ungepflegt wirken sie nicht, das könnte man nicht behaupten. Wenn sie nur andere Aktentaschen tragen würden, dann würde man sie ohne weiteres für Angestellte des Hauses halten können. Für was die sich wohl alle bewarben? [weiter...]

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Der Kapitalismus siegt!

Sonntag, 17. Mai 2009 6:49

© 1990 Dirk Schindelbeck

Neulich kommen wir doch - Ines und ich - in der Albert-Schweitzer-Straße an der Menschen­handlung vor­bei, da sagt Ines: „Och, sieh doch nur mal, der da hinten in der Ecke im Laufstall. Der kleine braune… ist der nicht süß? Ist bestimmt ein Inder oder so…” - „Ja, ja, ich seh schon…” brummle ich und will Ines weiterschieben, aber sie bleibt störrisch stehen, drückt wie ein Schulmädchen ihre Nase an der Schaufensterscheibe platt, gestikuliert wild, winkt: „Lass ihn uns doch nur mal ansehen. Sieh nur, was der für schöne schwarze Augen hat! Und wie lieb der lacht!” [weiter...]

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Bei Lehrers zieht der Hamster ein

Mittwoch, 4. März 2009 16:39

eine milde Satire

© 1988 Dirk Schindelbeck

Der Tag, an dem der Hamster einziehen sollte, galt schon lange als ein besonderer Tag. Monatelang hatte der Wunsch nach einem Haustier – möglichst Hamster – bestanden, und in Form permanenter Quengelei war ihm durch die neunjährige Ines-Katharina immer wieder Ausdruck verliehen worden, wenngleich seine Realisierung auch über mehrere Weihnachts- und Geburtstagstermine hin als nahezu aussichtsloses Unterfangen erschienen war. Jetzt aber sollten sich die Dinge wenden. Was war geschehen? [weiter...]

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