H0-Modellautomarkt 2010 - eine Bestandsaufnahme
Freitag, 3. Dezember 2010 16:05
Leben und Taten der Wikinger revisited
© 2010 Dirk Schindelbeck
Nach fast vierzehn Jahren erscheint es angebracht, eine aktuelle Einschätzung des H0-Automarktes zu geben - wohlgemerkt aus der Sicht des Käufers und Konsumenten, nicht des Herstellers, was fraglos auch zu subjektiv gefärbten Urteilen führt. Wie stellt sich also die Entwicklung des H0-Automodellmarktes seit meinem Aufsatz „Leben und Taten der Wikinger” von 1997 heute dar?
Künstliche Marktausweitung und deren Folgen
Schon Mitte der neunziger Jahren gab es - neben der oben beschriebenen künstlichen Marktausweitung in den Jahren zuvor - etliche Symptome, die eigentlich eher auf Schrumpfungstendenzen im Sammelgebiet H0-Modellauto deuten ließen, weil die besonders engagierte und tonangebende Fangemeinde von Jahr zu Jahr abnahm und zugleich der Kontakt zum Nachwuchs abhanden kam. Nur sie hätte ja den erreichten hohen Kultivierungsstand des Sammelgebiets weitertragen oder gar forcieren können (zu Aufstieg und Niedergang von Sammelgemeinden und -gebieten allgemein vgl. den Text “Im Land des Sammelns”). Ein deutliches erstes Zeichen waren die Marktprobleme verschiedener Bausatz-Anbieter, etwa der Konkurs der auf LKW-Miniaturen mit Sonderaufbauten spezialisierten Firma kibri
(Kindler & Briel, Böblingen) oder der allmähliche Rückzug der Firmen Preiser und später Roco (deren Restbestände an Militärfahrzeugen heute über herpa vertrieben werden) aus dem Markt der besonders detaillierten Einsatzfahrzeuge.
Thema: Sammelfieber | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck




