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Dirk Schindelbeck » 2009 » Januar

Beiträge vom Januar, 2009

SS 2006 Hans Domizlaff - ein Werbefachmann als Literat

Sonntag, 25. Januar 2009 17:25

© 2006 Dirk Schindelbeck

Einführender Kommentar zum Seminar

Noch heute verehren ihn viele Werbefachleute wie einen Gott. Hans Domizlaff  (1892-1971), der Werbeberater von Reemtsma, Siemens und der deutschen Grammophongesellschaft, ist in die (Beeinflussungs-) Geschichte als der Erfinder der Markentechnik eingegangen. Sie besagt, dass keinesfalls durch hohen Werbedruck Lebendigkeit, Resonanz und Erfolg einer Warenmarke gesichert werden können, sondern allein durch die Einheitlichkeit ihrer Stilkomposition. Vermutlich gab es aber auch keinen dämonischeren Werbetheoretiker in Deutschland als ihn: seine weltanschaulichen Schriften zeigen ihn als einen modernen Machiavelli und Exponenten der „konservativen Revolution” (Armin Mohler): ein praktizierender Massepsychologe und Machtdenker, der bei Marke und Werbung begann und bald alle Lebensbereiche, wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle, durchdrang.

Einer breiteren Öffentlichkeit jedoch ist Hans Domizlaff unbekannt geblieben. Dabei hat der Mann, der 18 Bücher schrieb, keine Textsorte ausgelassen - ob Drama, Gedichtband, Reisetagebuch, Autobiographie, Philosophielehrbuch, religiöser Diskurs, Gesellschaftsanalyse, Propaganda- und Werbehandbuch usw. Stehen seine im einheitlichen Design gestalteten Bücher nebeneinander im Regal, so könnte man meinen, einen Klassiker vor sich zu haben. Ist er das wirklich, oder handelt es sich bei dem gewieften Werbefachmann dabei nur um einen Marketing-Trick?

Immerhin verwundert, dass die so facettenreiche literarische Seite seines Werks von der literarhistorischen Forschung wahrgenommen oder untersucht worden ist. Ansatzpunkte gerade für Germanisten gibt es genug. Als Bühnentechniker war Domizlaff einer der ersten, der am Leipziger Schauspielhaus Büchners Woyzeck aufführte, wo er - nach eigenen Angaben - mit dem Publikum „massenpsychologische Experimente” angestellt haben will. Ebenso scheint sein Revolutionsdrama „Idealisten” stark von Büchners Dantons Tod beeinflusst. Sein „Brevier für Könige” wiederum erinnert in vielem an Nietzsches „Zarathustra”. Anhand dieser und weiterer Texte soll in diesem Seminar Domizlaffs literarische Dimension ausgelotet werden.

Eine knappe Einführung in Domizlaffs Leben und Werk bietet mein Aufsatz: „Stilgedanken zur Macht: ‚Lerne wirken ohne zu handeln!’ Hans Domizlaff, eines Werbeberaters Geschichte”, in Gries/Ilgen/Schindelbeck: „Ins Gehirn der Masse kriechen! Werbung und Mentalitätsgeschichte”, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1995, S. 43-73.

Thema: Lehre | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Im Nobel-Restaurant

Dienstag, 20. Januar 2009 16:14

© 2010 Dirk Schindelbeck

Die Speisenkarte! Nein, noch nicht bestellen!
Lass uns das Wortschaumkunstwerk erst genießen!
Fühlst du die Früchte? Wie sie überquellen!
Wie das souffliert - ja bis zum Überfließen!

Wie das trompetet, prahlt und jubelwortet
und dir dein armes Alltagshirn benebelt!
Wie das hier kiwi-, himbeer- sahnetortet.
Schon fühlt die Zunge sich herausgehebelt.

Schau an, ein Feldsalat an Wachtelbrüstchen,
ein Morcheltofu über Dill-Krokette,
auf Sahneschaum Parfait von Erdbeerkrüstchen.

Geschmack, komm her! Noch näher! Oh wir Prasser!
Die Zungenknospen sinken tief ins Wasser
und stammeln nur: Baisee, Baisee, Baisee.

Thema: Sonettwelt | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Invitation chez les Muesli

Freitag, 16. Januar 2009 18:53

© 2007 traduction Danielle Fiedler-Rasson

Le bon pain d’épeautre fait de grains et de gruau maison!
La tisane de fenouil bien chaude, sucrée uniquement au miel!
Chez les Muesli, je découvre les aliments complets.
Même si cela semble archaïque, ici on est à l’avant-garde.

Ni le synthétique ni le plastique n’y ont leur place,
on pense biodégradable. Après la tonte de printemps
on se tisse son habit : ainsi la nature devient culture!
On se fait soi-même son lit avec des ciseaux à bois, de la colle et des chevilles!

Comme c’est typique!Quelle autarcie!Je veux les inviter
et retire de mon sac une bonne bouteille de
Champagne… On refuse, on ne boit au grand maximum que du moût !

On devrait pourtant louer le principe de la fermentation,
et aussi de la décomposition. C’est alors qu’on me passe
une petite coupe de compote - je soupçonnais presque du compost.

Thema: Sag es perVers | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

In the Ghetto

Mittwoch, 7. Januar 2009 12:35

gerd-grimm-san-francisco

Am Rand der Riesenstadt. Der Wohlstandstraum
an Zäunen von verfallnen Ghettoblöcken
zerfleddert und verstreut in Schmuddelecken:
Behausungen von Menschen sind dies kaum.

Ein jeder Tag erneuert den sozialen Fluch:
Kein Kind spielt, keine Katze. Gelb das Gras,
Papier und Essensreste, Bruch von Glas.
Der Himmel drüber wie ein angesengtes Tuch.

Und zeigt sich in den Fensterhöhlen still,
scheu, schemenhaft und selten ein Gesicht,
ist dies fast eine ungeheuerliche Tat.

Nur Elvis, wüst beschimpft als „weißer Müll” ,
umwirbt beharrlich noch sein Publikum als Licht-
gestalt auf einem hilflos schreienden Plakat.

Bild: Gerd Grimm, ca. 1963

Text: Dirk Schindelbeck 2008

Mehr zu dem Grafiker Gerd Grimm finden Sie hier.

Mehr Gedichte zu Grafiken finden Sie hier.

Einen umfangreichen Essay zum Sonett finden Sie hier.

Thema: Sonettwelt | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Sommer-Semester 2010: Konkrete Poesie

Dienstag, 6. Januar 2009 15:10

Die Konkrete Poesie ist ein literarisches Phänomen vorwiegend der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie verwendet die phonetischen, visuellen und akustischen Dimensionen von Sprache als literarisches Mittel, indem sie sich primär auf ihr  Material bezieht: Wörter, Buchstaben oder Satzzeichen werden aus dem Zusammenhang semantischer Strukturen herausgelöst und treten dem Betrachter „konkret”, d. h. für sich selbst stehend, gegenüber: Erste Wurzeln Konkreter Poesie finden sich bereits in den (mystischen) Sprachspielen der Barock-Lyrik, später in den Achsen-Gedichten von Arno Holz, den Nonsense-Poesien eines Christian Morgenstern, bei Surrealisten wie Stéphane Mallarmé oder Guillaume Apollinaire, bei Expressionisten wie August Stramm und natürlich im Dadaismus eines Hugo Ball, Hans Arp oder Kurt Schwitters.

Der Begriff der Konkreten Poesie wurde von einem ihrer Protagonisten, Eugen Gomringer, 1953 populär gemacht. Er hielt die hergebrachten Erscheinungsformen von Lyrik wie Strophe oder Vers für nicht mehr zeitgemäß. Fortan sollte es nur noch Konstellationen, Palindrome, Typogramme oder Permutationen geben, die mathematischen Prinzipen und einer Ästhetik der Fläche verpflichtet waren. Inhaltlich wendeten sich die Konkreten Autoren massiv gegen das, was sie „Stimmungslyrik” nannten. Max Bense und Reinhard Döhl forderten bereits 1964, die Poesie solle „kein Transportmittel für zumeist fragliche ethische Inhalte, kein Rechtfertigungsvehikel für weltanschaulichen Unfug” mehr sein. An die Stelle „metaphysischer Schwadroneure” vom Typ Goethe, Hölderlin oder Benn müsste der atheistische, „rationale und methodische Autor treten, dessen Augenmerk der Sprache, den Materialien gilt, derer er bei der Verfertigung seiner Reihen und Strukturen bedarf, die er methodisch handhabt.”

Der mit Abstand bekannteste Autor der Konkreten Poesie wurde der Wiener Ernst Jandl, vor allem wegen seiner herausragenden Fähigkeit, das Sprachmaterial immer wieder zu witzigen und phantasievollen konkreten Kombinationen zu führen. Jandl, der das konkrete Verfahren auch ins Hörspiels einführte („Fünf Mann Menschen”), blieb der führende Kopf der Wiener Schule, deren Nachfahren sie heute längst zur Video-Kunst weiterentwickelt haben. Andere bekannt gewordene Vertreter der Konkreten Poesie waren Helmut Heißenbüttel, Kurt Marti oder Diter Rot.

Die Konkrete Poesie kennt keine konsistente Theorie, sondern nur programmatische Positionen; auch eine Didaktik ist allenfalls in Ansätzen zu erkennen. Dabei erscheinen sowohl die Konzentration auf das Sprachmaterial als auch die ihr immanenten spielerischen Möglichkeiten besonders geeignet, die Konkrete Poesie schon in der Grundschule produktiv einzusetzen. In diesem Seminar wollen wir versuchen, ihre Formen und Möglichkeiten im Deutschunterricht auszuloten.

Thema: Lehre | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Dame im Golfkostüm

Sonntag, 4. Januar 2009 17:28

gerd_grimm_dame_mit_golfschlaeger_1950Der Golfsport war ihr gänzlich unbekannt:
so hatte sie sich anfangs arg geziert,
bis sie, halb schüchtern und halb ennuyiert,
sich auf dem Grün des Platzes wiederfand.

Madonna mit dem Schirm in ihrer Hand
wusste sie nicht, wie man den Schläger führt:
Verwundert schaute sie, leicht amüsiert
dem Golfball nach, wie er im Loch verschwand.

In dem Moment verstärkte sich das Licht,
und sandte aus den Wolken einen Flug
von Sonnenflecken auf ihr Sportkostüm,

und ließ sie als leibhaftiges Gedicht
in ihrem Lächeln weltfern und sublim
die Rose sein, die sie ja längst schon trug.

Bild: Gerd Grimm 1950

Text: Dirk Schindelbeck 2009

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Fünfte Satire: Vom Gebet[1]

Sonntag, 4. Januar 2009 11:19

von Joachim Rachel (1618-1669)

Sei fröhlich, O Makrin[2]! Halt diesen Tag in Ehren,
der deiner Jahre Zahl von neuen wird vermehren.
Gib Dank und Opfer her, bring nur ein Nössel [3]Wein,
mit unserm Schaden will Gott nicht gedienet sein.
Ein heiliges Gebet, das nach dem Geiz nicht schmecket,
sticht hundert Ochsen aus: du trägest unverdecket
den Wunsch des Herzens an: bringst alles deutlich vor
und raunest insgeheim den Göttern nicht ins Ohr,
wie sonsten wohl geschieht. Ist jemand da zugegen,
so ruft man laut heraus: Gib nur in allen Wegen,
o Jupiter, ein Herz, das dir zu Dienste sei,
mit Schanden unbefleckt, genugsam, redlich, treu,
dem Geiz und Wucher feind. Das geht aus vollem Rachen,
inwendig aber spricht das Herz von andern Sachen
und murmelt bei sich selbst: O dass das gute Glück
mir an Dukaten geb einhunderttausend Stück! [weiter...]

Thema: Literarische Fundstücke | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Glücksklee oder: Der Nährwert (1958)

Sonntag, 4. Januar 2009 7:28

Anzeige für Glücksklee-Dosenmilch (1958)

Anzeige für Glücksklee-Dosenmilch (1958)

© 2008 Dirk Schindelbeck

Im Teller klebte zäh die süße Pfütze,
wenn Mutter im geblümten Overall
die Dosenmilch in cremig-weißem Schwall,
auf Wackelpudding goss und rote Grütze.

Oh Glücksklee, Glücksklee war’s. Nichts konnte stoppen
die Nährwert-Bombe: Dickes von der Milch!
(„Verhütet den rachitisch-schlappen Knilch!”)
Ergebnis: rote, feiste Wonneproppen.

„Evaporiert” - das Zauberwort der Zeit!
Verdampftes Wasser, schieres Konzentrat!
Wohl dem, der Nährwert vor und in sich hat!

Besiegten wir nicht jeden Futterneid?
War nicht die Welt ganz Nachtisch, süß und heiter -
uns kleinen Junkies unterm Doseneuter?

Thema: Sonettwelt | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Hochzeitscherz

Freitag, 2. Januar 2009 11:26

Johann Christian Günther (1695-1723)
(nach Anleitung des Lateinischen aus dem Johannes Secundo)

Da habt ihr die Zeugin vorn ewigen Bunde,
Da kommt nun, da ist nun die selige Stunde,
Da schickt sie die Vorsicht, da wälzt sie der Lauf
Des milden Gestirnes von Osten herauf,
Die Stunde der Wollust, die Freundin vom Lachen,
Die Mutter voll niedlich und kützlicher Sachen,
Die Stunde, worinnen die reichliche Glut
Die Schätze der flüchtigen Jugend vertut,
Die Stunde, worinnen Umarmung und Schmeicheln,
Behagliches Schäkern, empfindliches Heucheln [weiter...]

Thema: Dokumentationen | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck