Alaska
Mittwoch, 22. Juli 2009 15:01
Kein Mensch wird ohne Not den Ort betreten,
wo sich die Welt so krümmt, wo selbst der Tag
von einem gnadenlosen Eis-Planeten
geschickt, am liebsten sofort wieder gehen mag.
Hier krampft vor Schmerz das Holz. Der Frost ist radikal,
der das Motorenöl verklumpt, den Müll.
Kein Vogel in der Luft, kein menschliches Signal.
Das Dorf wie tot. Und abgrundstill.
Die Spiegelungen aber dauern ewig an,
die Himmelsstücke in die Pfützen pressen,
und monoton schleift Wind an Eisfiguren.
Hier gibt es kein Erleben, kein Vergessen,
hier decken Schlamm und Schnee die Lebensspuren,
und nur die dürren Masten knacken dann und wann.
Bild: Gerd Grimm 1979
Text: Dirk Schindelbeck 2008
Mehr zu dem Grafiker Gerd Grimm finden Sie hier.
Werkausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ab 11. Februar 2010
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Einen umfangreichen Essay zum Sonett finden Sie hier.
Thema: Sonettwelt | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck





