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Dirk Schindelbeck » 2010 » Oktober

Beiträge vom Oktober, 2010

„Amerikanische Reklame” ‑ „Deutsche Werbung”

Montag, 25. Oktober 2010 8:09

Zur Entwicklungsgeschichte eines transatlantischen (Konkurrenz‑) Verhältnisses von 1900 bis 1970

© 2008 Dirk Schindelbeck

Cary Grant steigt aus dem Aufzug. Wie immer sieht er blendend aus, gut gekleidet, selbstbewusst, ein Charmeur alter Schule. Während er durch die Empfangshalle des Hotels eilt, gibt er seiner Sekretärin letzte Anweisungen für einige Geschäftsbriefe. Draußen wartet das Taxi, das ihn auf einen mysteriösen Landsitz entführen wird.

Die Anfangsszene des Hitchcock‑Films „Der unsichtbare Dritte” präsentiert uns das Bild eines amerikanischen Werbefachmanns. Kein Zweifel: Er ist eine respektable Persönlichkeit, ein seriöser Geschäftsmann wie jeder andere des produzierenden Gewerbes auch. Welche Figur gibt dagegen ein deutscher Werbefachmann ab? Und bleiben wir in den fünfziger Jahren, als dieser Hitchcock‑Film entstand. Hätte er der Held eines Kriminalfilms sein können? Sicherlich nicht. Der deutsche Werbefachmann war als eigenständige, ja eigenwertige Figur im Bewusstsein der Öffentlichkeit nicht existent. Vom deutschen Werbefachmann erwartete man, dass er hinter den Kulissen blieb und dort unbemerkt seiner Tätigkeit nachging. Während sein amerikanischer Kollege sich ins Licht stellen durfte, sollte er das Licht scheuen, ja sein Licht unter den Scheffel stellen. [weiter...]

Thema: Reklame & Werbung | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Sonettwelt

Samstag, 16. Oktober 2010 8:23

© 1974-2010 Dirk Schindelbeck

Ein Wort zuvor…

Das Sonett gibt es seit etwa 700 Jahren. Vom Italien des Renaissancezeitalters, wo Dante und Petrarka erste Höhepunkte der Sonettdichtung setzten, breitete sich der Gedichttyp über ganz Europa aus. William Shakespeare, Andreas Gryphius, Johann Wolfgang von Goethe, Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud, Georg Heym und Rainer Maria Rilke, um nur einige wenige zu nennen, gelten bis heute als seine Meister.

Als fester Gedichttyp fordert das Sonett gewisse Qualitätsstandards ein. Es braucht einen deutlichen Gegensatz zwischen Quartetten und Terzetten ebenso wie eine akzentuierte Schlusspointe, die es auf dialektischem Weg erreicht. In der Vergangenheit blieb es die bevorzugte Form der Liebes- und der Gedankenlyrik. Bis heute schien es, dass damit seine formalen wie thematischen Möglichkeiten erschöpft seien.

Dass dem beileibe nicht so sein muss, können Sie auf den folgenden Seiten erfahren. Hier finden Sie drei ungewöhnliche Sonettzyklen, die neue, bislang noch nicht beschrittene, Wege der Sonettdichtung gehen.

Neue Wege, neue Töne

Wie keine andere Form ist das Sonett ergebnisorientiert. Es eignet sich hervorragend zur Beschreibung industrieller Prozesse. Es kann das Verfahren der Schokoladenherstellung ebenso sinnfällig machen wie die Wirkungsweise eines Medikaments oder eines Thermostaten, zum Plädoyer eines Staatsanwalts werden oder eine Werbebotschaft „auf den Punkt bringen”.

Vom Verdikt, dass das Sonett vor allem ein „schönes” Gedicht zu sein habe, gilt es endlich Abschied zu nehmen. Schon Expressionisten wie Georg Heym, Paul Boldt oder Georg Trakl hatten dazu den Weg gewiesen. Es ist bedauerlich, dass diese Impulse in der Folgezeit kaum aufgenommen worden sind, sondern mit der Wahl der Form immer wieder ein Rückkehr zur Ästhetik des 19. Jahrhunderts einherging - wie etwa im NS oder der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Das Sonett kann mehr, es ist neu zu entdecken. Es kann ein wissenschaftlicher abstract sein, ein gewitzter Kommentator, es kann ein kleines Lehrgedicht ausführen, kann Museumspädagoge, Reiseführer, Beipackzettel, Wirtschaftskommentar, Ordnungshüter oder Marketingstratege sein. Nichts ist so klar, so um Klarheit und Ordnung bemüht wie das Sonett. Es ist die Verbindung von Sonate und Mathematik.

Ob sein Gegenstand ein Kampfpanzer, die Judenvermögensabgabe oder eine Lippenstiftmarke ist - das Sonett (das es ja durchaus als Waschmittel gibt!), ist zu vielerlei pointierten Aussagen und Verdichtungen fähig.

Marke: Sonett oder: Made in Germany. Der etwas andere Sonettzyklus (35 Stücke)

Technische Sonette Ein innovatives Form-Projekt (18 Stücke)

Kalenderblätter Sonette zu Grafiken von Gerd Grimm (14 Stücke)

Darüber hinaus finden Sie, allerdings unter der Rubrik Liebe et al, den Zyklus Alte Liebe. Ein Sonettzyklus (30 Stücke); weitere Sonette in barocker Formtradition gibt es immer einmal wieder meiner innerhalb der Zeitreise eines Barockdichters unter Sag es perVers

Wer sich näher auf Theorie und Geschichte des Sonetts einlassen möchte, der findet hier weitere Informationen. Ebenso steht ein Essay (PDF) zum Downdload bereit.

Thema: Sonettwelt | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Marke: Sonett

Donnerstag, 14. Oktober 2010 12:37

Der etwas andere Sonettzyklus

© Dirk Schindelbeck 2007-2011

Wer etwas darüber nachdenkt, wird mir recht geben: Das Sonett ist ein Markenartikel. Es hat genormte Qualitätstandards (14 Zeilen, Volta nach dem 8. Vers, Pointe am Ende).  Es ist also stapelfähig. Was Logistik, Lagerung, Transport, Distribution sehr erleichtert.

Es hat wie alle Markenartikel eine erotische Oberfläche. Es möchte verführen. Wer einmal von ihm genascht hat, verfällt einer gewissen Sucht. Es ist ein Wiederholungszwang. Es will konsumiert werden, verbraucht, wird aber nie ganz befriedigen - um das Bedürfnis nach einem weiteren Sonett nicht absterben zu lassen. Alles Qualitäten, welche auch den Markenartikel auszeichnen. Grund genug für das Projekt

„Marke: Sonett”

das erstmals gut 35 Sonette auf (historische) deutsche Markenartikel versammelt. So hat es bislang noch nie ein Sonett auf einen Panzertyp gegeben, ebenso wenig auf eine Badewanne, einen Perlonstrumpf oder den Wankel-Motor. Dass dieser Markenartikel-Lobpreis satirisch ausfällt, versteht sich von selbst.

Ro-80

Werbepostkarte für NSU Ro 80 (1970)

Zello 1905

Anzeige für Zello-Nasenformer (1905)

Spaßprodukt Goethe-Schnuller von 1999

Schnuller mit Goethes Kopf-Profil (1999)

Grundlage für dieses Projekt sind meine kulturhistorischen Arbeiten, die Sie unter verschiedenen Rubriken der docere-Abteilung finden, etwa unter Konsumgeschichte, Reklame & Werbung oder Theorie und Geschichte des Markenartikels. Zu Geschichte und Theorie - vor allem des kybernetischen Sonetts - empfehle ich den Text “Wir schreiben ein Sonett…”

[weiter...]

Thema: Sonettwelt | Comments Off | Autor: Dirk Schindelbeck

Goethe und der Patent-Bleistift (1828)

Samstag, 9. Oktober 2010 13:09

© 2010 Dirk Schindelbeck

Englische Testimonial-Werbung für einen Patent-Bleistift von (Quelle: Stiftung Weimarer Klassik)

Englische Testimonial-Werbung für einen Patent-Bleistift von 1828 (Bildquelle: Stiftung Weimarer Klassik)

Es gibt von unserm Dichterfürsten nur
sehr wenige Porträts - es sind kaum zehn.
Hier geht er als Consumer fotogen
für Markenbleistifte in Positur.

Noch wirkt sein Casting etwas ungelenk,
da ist der Dieter Bohlen besser (grins).
Was wird er sich ins Büchlein schreiben? Sind’s
die Zahlungen der Bleistift-Firma? (denk!)

Doch hat der Unternehmer, der so warb,
um sein Produkt weltweit berühmt zu machen,
wie unser deutscher Kaufmannssohn gut lachen?

Die Dichter jedenfalls war, bis er starb,
versorgt durch eine Schreibgeräte-Quelle -
so lehnt sich’s lässig auf dem Kapitelle.

zu einem andern Goethe-Produkt geht’s hier.

Thema: Sonettwelt | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Königstiger, sogenannter „Raupenvollernter” (1997)

Freitag, 8. Oktober 2010 6:38

© 2010 Dirk Schindelbeck

"Königstiger"-Raupenharvester, sogenannter Vollernter

"Königstiger"-Raupenharvester, sogenannter Vollernter

So lasst uns fällen, Leute: diesen Wald,
Douglasien, Nordmannstannen oder Fichten.
Was unser Schwenkarm sich an Stämmen krallt,
wird er zerlegt auf einen Holzberg schichten.

Ganz lässig greifen wir uns Baum um Baum,
im Raupenharvester, Typ Königstiger,
die Stundenbaumfällleistung ist ein Traum,
schon ist der Hügel kahl, wir sind die Sieger.

Ob Kiefern nah stehn oder auch entfernter,
ob Tannen schlank sind oder korpulent,
wir fällen, fällen wie vom andern Stern.

Wir glauben es der Schweizer Firma gern:
„Kein andrer heut’ erhältlicher Vollernter
arbeitet derart schnell und effizient.”

Aus einem Testbericht der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft 2000:

“Der “Königstiger” fällt die Bäume harvestertypisch. Die Fällrichtung kann der “Königstiger” mit Hilfe seines Krans sogar bei einseitig beasteten Bäumen genau bestimmen. Im Zuge der Aufarbeitung wird der gefällte Baum komplett angehoben und in der Luft zur Rückegasse vorgeliefert bzw. in diese eingefädelt. Hierbei spielt der Raupen-Harvester seine enorme Hubkraft aus. Das ausgehaltene Langholz legt der Harvester hinter sich seitlich entlang der Rückegasse ab. Rückegassen können daher nur in einer Richtung befahren werden und sollten mindestens 4 m breit sein. Teilnutzholz, Standardlängen und Industrieholz werden am Rand der Rückegasse in Rauhbeigen abgelegt…. Der “Königstiger” erreichte bei einem mittleren BHD von 31 cm eine Leistung von etwa 24 Bäumen bzw. 21 Festmetern je Stunde…”

zum “Königstiger” Panzer (1944)

zum “Königstiger” Eicher-Schlepper (1958)

Thema: Sonettwelt | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck

Der Valuta-Prolet (Frühjahr 1923)

Montag, 4. Oktober 2010 6:57

© 2010 Dirk Schindelbeck

Aufgrund der vermeintlich großen Nachfrage druckte Iversen alle im Frühjahr 1923 erschienenen 14 Folgen (in der Tat fast ein “Kreuzweg”… ) seiner Anzeigen-Serie vom Valuta-Proleten Piedecubiste (= Kubikfuß) für das Hühneraugenbeseitigungsmittel Kukirol im Jahre 1931 noch einmal nach und verschickte sie als Arbeitsprobe seines werbeschriftstellerischen Talents. Allerdings nur die Texte; die den Anzeigen seinerzeit beigegebenen Grafiken von Joe Loe (Joel Löwenstein), die Piedecubiste in Aktion zeigten, ließ er weg. Über sie hatte sich Iversen schon in seinem Werbeunterricht negativ geäußert (”hässlich”). Auch sonst ließ der spätere glühende Hitler-Verehrer Iversen an Joe Loe, der in typisch jüdischer Manier sogar seinen Namen beschnitten habe (vgl. “Iversen-Drucksachen” Mitte der 30er Jahre) nichts Gutes. Selbstverständlich schickte Iversen seine deutschnationalen Elaborate auch unaufgefordert an Joseph Goebbels.

Hier also dieses besondere Zeitdokument aus der Inflationszeit (Februar bis Juni 1923), die Inseraten-Serie des Valuta-Proleten als PDF (iversen_valuta_prolet244.)

Thema: Quellen der Zeitgeschichte | Kommentare (0) | Autor: Dirk Schindelbeck