Pater Leppich – Der Lautsprecher Gottes und Nylon-Dirnen

Immer wieder treibt es mich, Themen nicht nur kulturhistorisch, mithin als Sachtexte, abzuarbeiten, sondern sie auch zum Gegenstand literarischer Darstellungen zu machen (vgl. auch „Ronnie Biggs Superstar“ als kulturhistorischen Essey sowie als Ballade).

Der Lautsprecher Gottes

Pater Leppich war so etwas wie der deutsche Billy Graham, ein Wanderprediger, der vor allem in den frühen 1950er Jahren viel Aufmersamkeit auf sich zog und vor allem das gottlose, rein auf materielles Fortkommen gerichtete Leben in der sich entwickelnden westdeutschen Konsumdemokratie geißelte. Wer mehr über ihn, der sich auch „das Maschinengewehr Gottes“ nannte, wissen will, sei auf meinen Text in der Zeitschrift Damals verwiesen (Heft 10/1998, einer von inzwischen 37 Artikeln, die ich für dieses Periodikum schrieb). Spuren von ihm finden sich bis heute auf den Ankündigungtafeln für Gottesdienste an den Ortseingängen der Städte und Gemeinden.

Pater Leppich und die Nylon-Dirnen

Der literarische Text „Pater Leppich und die Nylon-Dirnen“, der hier als Bruchstück eines komischen Deutschland-Epos erscheint, ist in einem sehr selten gewordenen und seit vielen Jahrzehnten kaum mehr realisierten Vers verfasst: dem Hexameter. Auch hierzu und über sein Verschwinden in der deutschen Literatur habe ich mich geäußert („Langverse der Königsklasse“, in sprachnachrichten, 2018, hier ebenfalls eingestellt).